Revierberichte
Neue Marinas auf La Palma, Kanarische Inseln
Als wir von Madeira auf die Kanaren kamen waren wir zunächst auf La Palma und sind anschließend weiter nach La Gomera. Was uns dabei sehr aufgefallen ist und gewundert hat: auf La Palma waren so
gut wie keine Segler, und hier in San Sebastian auf La Gomera platzt die Marina aus allen Nähten!
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Dies liegt wohl daran dass bisher auf La Palma noch keine Nennenswerten Marinas waren und sich daher auch noch keine Yacht-Ausrüstungsläden niedergelassen haben. Allerdings sieht es damit auf La
Gomera auch nicht allzu rosig aus…. Rein von der Landschaft her fanden wir bisher La Palma deutlich schöner, da noch deutlich grüner. Aber das mag Geschmackssache sein.
La Palma ist auf jeden Fall momentan in Sachen Marinas kräftig am Nachrüsten, es wirkt sogar fast wie ein Wettrüsten zwischen den Städten Santa Cruz de La Palma und Tazacorte.
In Santa Cruz ist eine nagelneue Marina entstanden, die Hafengebäude sind zwar noch nicht fertig gestellt, Sanitäranlagen daher noch in Containern untergebracht (Stand 11/09), aber es ist in
Ordnung, auch preislich gesehen. Wir haben rund 28 € pro Nacht für eine 46 Fuß Yacht bezahlt. Die Marina verfügt über Schwimmpontons, festgemacht wird an einzelnen „Stegfingern“ die vom Hauptsteg
weg geht (also kein Mooring System). Die Einfahrt befindet am Ende des Fährhafens auf der linken Seite (Sicht einlaufende Yacht), ist etwas schlecht auszumachen obwohl sie sogar eine extra
Befeuerung hat. Uns erschien der Hafen soweit als recht sicher, auch wenn teilweise recht unangenehmer Swell hinein stand, Rückdämpfer in den Festmachern sind daher unbedingt empfehlenswert!
Unserem Nachbar hat es zwei Festmacher zerrissen! Die Marina in Santa Cruz de la Palma hat auch eine Website: www.marinalapalma.es
In Tazacorte ist ein Hafenprojekt mit gigantischem Aufwand am laufen: über 50 Millionen Euro sollen dort laut Hinweisschild investiert werden... natürlich EU finanziert. Dort ist allerdings
momentan noch deutlich mehr Baustelle als in San Sebastian und daher noch recht laut. Im Juli 2010 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
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Neue Marina auf La Palma, Kanarische Inseln
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Günstige Werft auf Madeira entdeckt:
Auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln, von wo aus wir zur Atlantiküberquerung aufbrechen möchten, legten wir einen Zwischenstopp auf Madeira ein...
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. Madeira hat es uns angetan, ja wir sind hellauf begeistert von der Insel! Dabei überzeugt uns nicht nur die Landschaft und Natur Madeiras, sondern auch die Infrastruktur der Insel! Ein nahezu
perfekt ausgebautes Straßennetz und sehr gut ausgebaute Wanderwege. Auch für den Segler ist das Notwendige vorhanden: in Funchal gibt es zwei Schiffszubehörläden, die zwar sicherlich nicht zu den
best ausgestattetsten gehören, für die Grundbedürfnisse aber genügen.
Besonders erfreut hat uns jedoch eine kleine Werft in Camara de Lobos auf der Süd-Seite Madeiras, in unmittelbarer Nähe von Funchal. Wir hatten einen kleinen Schaden am Bug unserer Océanis 46 zu
reparieren und waren daher bereits seit längerer Zeit auf der Suche nach einer günstigen Möglichkeit, Big Bully aus dem Wasser kranen zu lassen. Die Angebote der Werften im Mittelmeer waren uns
jedoch entschieden zu teuer, und auch auf Madeira wurden uns zunächst nur Angebote ab 500 € für Ein- und Auskranen gemacht.
Auf einer Autotour über Madeira haben wir schließlich diese kleine Werft kurz vor Camara de Lobos entdeckt.
Von Anfang an gefiel uns das Werftgelände: relativ klein, aber sehr sauber, gut gepflegt und bestens mit Zaun und Überwachungskamera abgesichert, ausserhalb der Geschäftszeiten und bei Nacht ist
stets ein Nachtwächter anwesend, meist wird er von 4 sehr überzeugenden Wachhunden unterstützt. Der Portalkran machte einen sehr guten Eindruck und kann bis 64 Tonnen kranen. Auch der Werftchef
war von Beginn an sehr hilfsbereit und freundlich und ist vor allem der Englischen Sprache zumindest einigermaßen mächtig, was auf Madeira keinesfalls selbstverständlich ist, wie wir während
unseres Aufenthalts feststellen mussten! Sein Angebot ließ uns schließlich nicht mehr lange fackeln: 340 € für das Ein- und Wiederauskranen, inklusive der ersten 5 Tage Landliegeplatz, Wasser und
Strom! Da ist es schon fast günstiger gleich in die Werft anstatt in die Marina nach Funchal zu gehen.
Das Kranen lief höchst professionell und geordnet ab, Mitarbeiter und die Söhne des Werftchefs halfen engagiert mit, und dank stabiler„Schnellverstell-Stützen“ war Big Bully schnell und sicher
aufgebockt. Im Vergleich dazu arbeitet man in der Werft auf Malta noch umständlich: hier wurde noch jede Stütze eigens mit dem Zollstock ausgemessen und ein entsprechender Holzbalken für diese
Länge auf dem Werftgelände gesucht, von denen dann letztendlich doch wieder einige von alleine umfielen…
Auch während unseres Werftaufenthaltes stand uns der Werftchef stets mit Rat und Tat zur Seite und war uns auch eine echte Hilfe: Als professioneller Schiffsbauer versteht er sein Handwerk und
konnte uns so auch schnell auf einen Ruderschaden hinweisen, den wir bisher noch nicht in vollem Umfang realisiert hatten.
Bei der anschließenden Reparaturarbeit waren wir erstaunt über die prompte und unkomplizierte Hilfe des Bénéteau Vertreters aus Funchal, der noch am selben Tag als wir ihn kontaktierten mit einem
seiner Mechaniker zur Werft kam und das Ruderblatt ausbaute. Gemeinsam mit dem Werftchef war schnell jemand gefunden der uns ein neues Lager herstellen konnte und so war die Sache überraschend
schnell und erfolgreich erledigt, und wir rundum glücklich!
Sollte also jemand auf dem Weg in die Karibik, auf die Kanaren oder auf sonstigem Kurs an Madeira vorbeikommen und eine Werft benötigen, können wir die Werft in Camara de Lobos auf Madeira nach
unseren Erfahrungen nur wärmstens weiterempfehlen! Hier noch einige Details über Erreichbarkeit und Standort der Werft:
LINHA SEXTANTE LDA
Estaleiro Naval dos Socorridos
Tel.: (00351 291) 962485975 (Jorge Nunes Oliveira)
(00351 291) (Joao de Jesus Junior)
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 08 – 18 Uhr
Samstags: 08 – 13 Uhr
Sonntags und Feiertags geschlossen
Anfahrt: Auf der Estrada monumental (der Straße direkt entlang der Küste) von Funchal aus gen Westen, kurz vor Camara de Lobos geht direkt nach einer kleinen Zementfabrik eine relativ steile
Abfahrt links in Richtung Meer. Sie führt unmittelbar vor die Tore der Werft wo man auch Parken kann. Die Werft ist von der Straße aus nur relativ schlecht zu sehen, allerdings ist ein etwa 50 m
aufs Wasser hinausragender Anlegesteg der nahen Zementfabrik, sowie die großen Festmachertonnen eine gute Orientierung!
Auf der Via rapida von Funchal aus gen Westen, bei der Ausfahrt St. Rita abfahren und der Beschilderung in Richtung Camara de Lobos folgen. Es geht den Berg hinunter bis man unmittelbar am Meer
auf die Straße entlang der Küste stößt. Hier ist man bereits unmittelbar vor der steilen Abzweigung die zur Werft hinunter führt.
Mit dem öffentlichen Bus: Es gibt einige Buslinien die von der Werft nach Funchal in die Innenstadt und zurück fahren. Soweit wir feststellen konnten fährt die Linie 1,2 und 24 nach Camara de
Lobos, die Linie 24 hält an einer der Werft am nächsten liegenden Haltestelle. Von Camara de Lobos aus ist die Werft auch bequem zu Fuß erreichbar. Einfach am Meer entlang in Richtung Osten
laufen, nach ca. 10 Minuten ist man an der Werft, bzw. im Ort.
Vom Wasser aus: Von Funchal fährt man am besten relativ dicht unter Land gen Westen. Der ca. 50m aufs Meer hinaus ragende Festmacher der Zementfabrik sind gute Landmarken zur Ansteuerung, auch
die großen Festmachertonnen kann man kaum verfehlen, sie sind bei Nacht sogar befeuert!
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Der Erfahrungsbericht in Pdf Format
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Situation Rhodos Stadthafen
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Nach unserem Aufenthalt in der Türkei segelten wir von Göcek aus rüber nach Rhodos. Nach einer schönen Überfahrt kamen wir Samstag Spätnachmittag in Rhodos Stadt an und versuchten noch einen
Liegeplatz in der Mandraki Marina auf Rhodos zu ergattern, was natürlich absolut unmöglich war - Wochenende und dann auch noch Abends - keine Chance mehr! Die Marina war völlig zugepflastert mit den
Charteryachten, die wenigen Plätze die noch frei waren waren mit Leinen zugehängt und reserviert...
So weit nicht allzu tragisch, das hatten wir eigentlich auch schon erwartet, da es ja bekannt ist dass die Marina in Rhodos chronisch überfüllt ist. Also legten wir uns in die "Warteschleife" in das
Fährbecken vor die Werft vor Anker. Sonntagnachmittag tauchte allerdings plötzlich ein Boot Coast Guard auf und machte allen Seglern die sie zu fassen bekam klar, dass man auch diesen sicheren
Ankerplatz verlassen müsse - "go east coast!". Das hat uns dann doch etwas verärgert: kein Platz in der Marina, starker Meltemi und dann wird man auch noch von einem sicheren Ankerplatz, wo man die
ankommenden Fähren absolut nicht stört, vertrieben...
Nachdem die Coast Guard sich wieder verzogen hatte sind wir daher auch erstmal geblieben und habe uns mit den Nachbarliegern unterhalten, die das Prozedere anscheinend schon öfter mitgemahct haben:
Sie haben sich sobald die Coast Guard in Sicht kam unter Deck verzogen und so getan als ob niemand da sein... was wohl auch funktioniert! Wir sind also auch geblieben und es hat auch wunderbar
funktioniert, Montag früh gegen 11 Uhr haben wir dann nochmals einen Anlauf genommen und glücklicherweise einen der begehrten Plätze ergattert!
Dennoch blieb ein leichter Grummel zurück: seit nunmehr Jahrzehnten ist allgemein bekannt dass die Mandraki Marina hoffnungslos überfüllt ist, aber offensichtlich bestehen keine ernsthaften
Bemühungen einen größeren Yachthafen zu errichten... Fast hat man den Eindruck der "Normalsegler" sei nicht Willkommen, für die Megayachten gibt es extra Liegeplätze in einem anderen Hafenbecken, die
normalo-Yachtis verscheucht man aber von ihren Ankerplätzen im nächsten Hafenbecken...
Fazit: Wenn man die Mandraki Marina in Rhodos Stadt anläuft, möglichst unter der Woche! Wenn man keinen Liegeplatz bekommt, in das Fährbecken vor die Werft vor Anker legen - wenn die Coast Guard
kommt, verstecken! :) Was evtl. sehr nützlich sein kann: Abends in der Marina die Liegeplätze abgehen und fragen wer wann ablegt um evtl. den Liegeplatz übernehmen zu können... Viel Glück allen!
:)
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Ein kleiner Bericht über unsere Erfahrungen und Erlebnisse in den Sporaden verfasst im Juli 2009: Pdf, 523 Kb