Kommunikation an Bord
1. Internet an Bord: wie wir die Internetverbindung in Landnähe herstellen
2. Emails auf hoher See via Satellitentelefon: Wie wir Emails auf See empfangen
3. Wetterbericht auf hoher See: Wie wir an aktuelle Wetterdaten auf See geraten
1. Internet an Bord
Die Pflege dieser Website, Emails schreiben, Kontakt mit Freunden halten und vieles vieles mehr wäre auf dieser Reise deutlich schwieriger ohne einen Internetanschluss von unterwegs. Daher haben
wir uns sehr früh bereits mit dem "Problem" beschäftigt und unsere Gedanken gemacht...
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Recht schnell war klar dass Internet über eine Satellitenschüssel an Bord eines Segelschiffe aus mehreren Gründen wohl kaum in Frage kommt. Stromversorgung, die ständige Bewegung des Schiffes die
eine exakte Ausrichtung sehr schwierig machen, Kostengründe....
Eine weitere Möglichkeit würde theoretisch das Handy bieten, allerdings sind wir hier ebenfalls aufgrund der recht hohen Tarife zurückgeschreckt.
Eine Möglichkeit wirklich mobil zumindest kleine Datenmengen abrufen zu können haben wir über unser Satellitentelefon. Der wesentliche Vorteil ist hier dass wir damit völlig unabhängig von
irgendwelchen Sendemasten sind und somit wirklich weltweit Verbindung haben. Allerdings fallen hier, ebenfalls wie beim Handy relativ hohe Gebühren an. Daher ist dies nur eine Notlösung und
speziell für die Off-shore Strecken wie Atalntiküberquerung gedacht.
Um für das "alltägliche" surfen möglichst günstig wegzukommen haben wir uns daher entschlossen lokale Wlan Netze zu benutzen. Heutzutage verfügen viele Marinas, Cafés, Bars und Strandkneipen über
einen Telefonanschluss und somit meist auch über eine Internetverbindung und Wlan. Dies haben wir von diversen Berichten von Weltumseglern und Fachzeitschriften bestätigt bekommen und auch in der
Grand Harbour Marina in Valletta gibt es einen sogenannten Hotspot.
Diese Hotspots, sind teilweise frei , teilweise mit einem Passwort, das man sich bei der Marinaverwaltung oder dem Barbesitzer besorgen kann zugänglich. Meist ist das Wlan Ausgangssignal
allerdings relativ schwach, man muss also mit dem Empfänger, sprich Laptop, sehr nah an den Sender ran.
Um dies zu umgehen und bequem, möglichst von Bord aus die Wlan Netze nutzen zu können, verwenden wir einen Wlan Verstärker an Bord. Für ebensolche Verstärker gibt es massenhaft Angebote. Wir
haben uns nach gründlicher Information für den Alfa AWUS036H entschieden. Dieser wurde in diversen Foren als herausragend bezeichnet.
Unsere bisherige Erfahrungen mit diesem Gerät bestätigen diese Meinung in voller Weise. Wir sind wirklich begeistert davon! Bisher bekamen wir an unserem ehemaligen Liegeplatz in Valletta kein
Wlan Signal an Bord, mit dem Verstärker ist nun fast voller Empfang, das Skypen ist eine wahre Freude!
Schöner Nebeneffekt: Das Gerät ist sehr klein, einfach per USB an den Laptop ansteckbar und benötigt lediglich eine Installation des Treibers, das wars! Strom bezieht es über die USB Anschlüsse,
also ist auch kein weiteres Stromkabel nötig! Ein riesen Vorteil wenn man vor Anker in einer Bucht liegt und lediglich 12 V da hat.... Die Bedienung ist also denkbar einfach. Man muss lediglich
daran denken den internen Wlan Empfanger des Notebooks (falls vorhanden) abzustellen, da das Gerät ja selbst ein Empfänger ist und sonst nicht arbeitet. Beachten sollte man auch dass das Gerät in
Deutschland NICHT zugelassen ist, man darf es zwar kaufen, aber offiziell nicht betreiben. Die zulässige Empfangsleistung ist in Deutschland auf 100 mW begrenzt, der 802.11G läuft aber mit bis zu
500 mW!
Zusätzlich ausgestattet haben wir den Verstärker mit aktiven USB Verlängerungskabeln, um den Empfänger optimal auf dem Schiff positionieren zu können. Aktiv um keine Empfangsleistung aufgrund der
langen Kabel einzubüßen. Aßerdem haben wir eine größere Rundstrahlantenne besorgt, die allerdings bisher noch nicht eingeseetzt wurde, der Empfang reichte auch ohne diese Antenne bisher völlig
aus.
Wir sind gespannt wie sich das Gerät auf der weiteren Reise bewähren wird und werden natürlich immer mal wieder berichten. Sofern es denn funktioniert ;)
Ein sehr gutes Forum das übrigens über die Möglichkeiten der Wlan Verstärkung informiert ist das Wardriving-forum. Der eigentliche Zweck dieses Forums ist zwar ein wenig zwielichtig, die
Informationen dafür erstklassig!
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2. Emails auf hoher See via Satellitentelefon
Wie bereits im Bericht „Internet an Bord“ beschrieben, nutzen wir einen Wlan-Booster um in Häfen bzw. Stadtnähe Wifi-Hotspots besser empfangen und so eine Internetverbindung herstellen zu können.
Sobald man jedoch die Marinas verlässt, in einer unbewohnten Bucht ankert oder sich auf größeren Überfahrten befindet sieht es natürlich dementsprechend schlecht aus mit Empfang...
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Eine Alternative wäre nun über das Mobiltelefon online zu gehen, was sich aber ebenfalls als schwierig erweisen kann: in wirklich verlassenen Buchten gibt es auch häufig kein Handynetz. Um nicht
auf wichtige Daten wie Wetterberichte oder Emails von zu Hause verzichten zu müssen, hilft im Grunde nur noch ein Satellitentelefon.
Alternativ wäre auch eine Funkverbindung über Kurzwelle möglich, die wir aber aus verschiedenen Gründen weniger favorisierten.
Bei den Satellitentelefonen gibt es verschiedene Systeme, die unterschiedliche Abdeckung bereitstellen. Das nach unserer Kenntnis einzige Systeme mit wirklich weltweiter Abdeckung (sogar
inklusive der Polkappen) ist das Iridium Satellitensystem. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache haben wir uns schließlich auch für dieses System entschieden.
Anders als beim Mobiltelefon bekommt man die benötigte Hardware, also das Telefon, in der Regel nicht als Zugabe zum Vertrag, im Gegenteil, das Sat-Handy ist mit rund 1.500 Euro relativ teuer in
der Anschaffung. Es gibt eine ganze Reihe von Providern für Sat-Telefonverträge. Vergleichen lohnt sich definitiv, auch eine Recherche bei US-Anbietern kann helfen, Geld zu sparen! Eine besondere
Empfehlung wollen und können wir an dieser Stelle allerdings nicht geben: die besten Angebote wechseln häufig.
Soviel sei verraten: wir sind letztendlich bei „Delta Wave“ gelandet, einem amerikanischen Satellitenvertragshändler. Delta Wave tritt dabei allerdings lediglich als Zwischenhändler auf, der
eigentliche SIM-Karten Anbieter ist „Vizada“. In der Mobilfunkbranche könnte man Vizada mit Anbietern wie Eplus, Vodafone oder O2 vergleichen. Über Delta Wave bezogen wir auch das neue, kompakte
Satellitentelefon Motorola 9555. Der Vorteil an diesem Satellitentelefon ist, dass es, wie schon erwähnt, äusserst kompakt ist und zudem spritzwassergeschützt. Außerdem ist es das nach unserer
Information erste Satellitentelefon (Stand 10/09) mit integriertem Modem. Um also über das Sat-Phone auch Emails abrufen zu können benötigt man kein extra Gerät.
Das Telefonieren mit dem Sat-Telefon ist denkbar einfach: Wie beim normalen Handy oder Festnetztelefon wählt man die jeweilige Landesvorwahl, gefolgt von der Ortsvorwahl und der eigentlichen
Rufnummer. Die Verbindung ist schnell aufgebaut und recht stabil, bisher war auch die Sprachqualität fast immer sehr gut. Die Netzabdeckung ist recht gut, zwar haben wir bereits einige Male auch
etwas warten müssen bis das Telefon alle Satelliten beisammen hatte, auch kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass die Verbingung unterbrochen wird. Durchgekommen sind wir aber im Endeffekt in
jedem Falle. Mit unserem Vertrag kostet eine Minute auf ein deutsches Festnetztelefon etwa 1,2 $, sprich ca. 1 €. Teilweise deutlich günstiger als mit einem deutschen Mobilfunkhandy aus dem
Ausland!
Etwas komplizierter gestaltet sich das Empfangen und Senden von Emails. Zumindest galt dies in unserem Fall für die Einrichtung des Email-accounts. Unsere Satelitten-Emailadresse ist wie der
Satelliten-Telefonvertrag von Vizada. Die Registrierung bei Vizada, um Emails empfangen und senden zu können, verläuft recht ähnlich wie die Einrichtung einer Email-Adresse bei GMX, Web.de oder
ähnlichen „normalen“ Email-Adressen-Anbietern:
wir mussten uns über die Website von Vizada registrieren, Angaben zur Satellitentelefonnummer, gewünschten Email-Adresse etc. machen. In einer Bestätigungsemail bekamen wir schließlich einen
sogenannten Master-Username und ein Master-Passwort zugeteilt.
Anschließend musste die kostenlose Email-Software von Vizada, „Skyfile“, heruntergeladen werden und auf dem PC installiert werden. Diese Software ist sozusagen das Microsoft Outlook oder der
Mozilla Thunderbird für das Iridium Sat-Phone. In der Software musste anschließend wiederum ein entsprechender Account mit unserem Master-Username und Master.Passwort angelegt werden und einige
Einstellungen wie die korrekte BAUD-Rate und die Komprimierungsform der Emails vorgenommen werden. In unserem Fall gab es an dieser Stelle etwas Probleme, was allerdings hauptsächlich auf eine
Fehlinformation von unserem Zwischenhändler, Delta-Wave zurückzuführen war. Der Email-Eingang kann über ein sogenanntes „RUDICS“ Verfahren komprimiert werden, um Datenmengen und dadurch auch die
Kosten für deren Übertragung geringer zu halten.
Je nachdem ob die SIM-Karte des Satellitentelefons für dieses „RUDICS“ System freigeschaltet ist oder nicht, ändert sich die Zugangsnummer mit der sich das Satellitentelefon einloggt, um Emails
abzurufen. Wird hier eine falsche Einstellung vorgenommen , Beispielsweise fälschlicherweise angegeben dass die Verbindung mit „RUDICS“ aufgebaut werden soll, allerdings die SIM-Karte nicht für
diesen Service freigeschaltet ist, schlägt der Login Versuch fehl. Es muss folglich darauf geachtet werden ob die SIM Karte auch für den RUDICS-Service freigeschaltet ist.
Die Registrierung erscheint etwas kompliziert, ist im Endeffekt aber auch für weniger erfahrene Anwender machbar. In unserem Fall gab es zwar wie gesagt etwas Probleme, jedoch hätten bei einer
von vornherein richtigen Information seitens unseres Zwischenhändlers die recht ausführlichen Anleitungen von Vizada, die im Internet downloadbar sind, ausgereicht. Sollten dennoch Probleme
auftreten verfügt Vizada über einen ausgesprochen guten und schnellen Kundenservice, den wir an dieser Stelle nochmals besonders lobend erwähnen möchten! Unsere Emails wurden stets schnell,
kompetent und zuvorkommend beantwortet, auch per Telefon bekamen wir stets wertvolle Unterstützung!
Sind alle Einstellungen im Email- Programm vorgenommen, kann das Satelliten-Telefon mit dem PC verbunden werden. In unserem Fall funktioniert dies ganz bequem über ein Standard USB-Datenkabel.
Ein zusätzliches Modem oder ähnliches ist, zumindest beim Motorola 9555 wie gesagt nicht mehr nötig! Zu beachten ist lediglich, dass vor dem Anschluss des Satellitentelefons an den PC bereits das
Email Programm geöffnet ist, ansonsten erkennt die Software das Satellitentelefon nicht. Auch sollte zunächst der Treiber des Satellitentelefons auf dem PC installiert werden damit das
Computer-Betriebssystem das Telefon auch erkennt. Der Treiber sollte im Lieferumfang des Satellitentelefons auf einer CD mitgeliefert werden, kann aber sicherlich auch im Internet herunter
geladen werden.
Ist alles eingerichtet, die Software installiert, der Email-account eingerichtet und das Satellitentelefon korrekt mit dem PC verbunden, sollte der Email-Empfang und Versand auch auf hoher See
klappen! Bei aller Euphorie sollte man dann jedoch auf die empfangenen und gesendeten Datenmengen achten, größere Dateien wie Fotos oder gar Videos können durch die entstehenden Kosten ganz
schnell den Spaß an Satelliten-Emails trüben.
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Emails auf hoher See via Satellitentelef
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3. Wetterbericht auf hoher See, Grib-files über Email via Satellitentelefon
Passend zu unserem Bericht „Emails auf Hoher See via Satellitentelefon“, hier nun gleich noch ein kleiner Bericht über die für Segler wahrscheinlich sinnvollste Nutzung der Emails auf hoher See:
zum Empfang von Wetterberichten!
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Das Satellitentelefon wird so zu einem echten und vielfach nutzbaren Ersatz zum altbekannten NAVTEX Empfänger.
Um das aktuelle Wetter unterwegs auf den Rechner zu bekommen benötigt man zuerst, wie sollte es anders sein, eine spezielle Software. Inzwischen haben sich hierfür mehrere Anbieter etabliert,
teilweise sind die Wetterdaten sogar kostenlos downloadbar. Auch die Softwares zur Visualisierung der Wetterdaten sind teilweise kostenlos, wie beispielsweise die Software „zygrib“ die im
Internet downloadbar ist. Wer etwas mehr Service, evtl. etwas genauere Wetterdaten und vor allem auf einen Ansprechpartner zurückgreifen möchte, kann die Wetterdaten inkl. Software auch von einem
kostenpflichtigen Anbieter, wie in unserem Fall „WetterWelt“ beziehen. Die Software von „WetterWelt“, „Grib-view 2“, ist dabei in zwei Versionen erhältlich: die „Cruising-Version“ und die
„Racing-Version“, wobei erstere die Grundversion darstellt und etwas weniger Funktionen als letztere bietet.
Wir haben uns für unseren Törn für die Cruising-edition des kostenpflichtigen Anbieters „WetterWelt“ entschieden, da uns dieser unter anderem ermöglicht, unabhängig von eventuellen „Helfern zu
Hause“ entsprechende Emails mit Wetterdaten für das jeweilige Seegebiet auf unser Satellitentelefon zu empfangen. Eine kurze Email oder ein kurzer Anruf bei Wetterwelt genügt, und wir bekommen
die entsprechenden Daten zuverlässig und regelmäßig auf unser Satelliten-Telefon. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich die Wetterdaten über einen Helfer zu Hause herunter laden zu lassen und
diese sich dann per Email zuschicken zu lassen, allerdings ist diese Variante unter Umständen nicht permanent erreichbar und vor allem etwas aufwändiger und unbequemer.
Ist man zudem in einer Marina mit Internetanschluss oder in einer Bucht in Reichweite eines Wlan Hotspots (siehe hier auch evtl. unseren Bericht Internet an Bord) kann man sich über die Software
von „Wetterwelt“ auf deren Server einloggen und sich die Wetterdaten selbständig für das jeweilige Seegebiet herunterladen (dies ist ab Software Version 1.5 möglich). Hierzu ist jedoch eine
Registrierung bei WetterWelt und eine Buchung entsprechender Datenkontingente erforderlich.
Wie auch immer die Wetterdaten den PC erreichen, meist werden sie dies im so genannten .grib Format tun. GRIB steht dabei für "gridded binary" und ist ein von der Weltorganisation für
Meteorologie eingeführtes Format zum Austausch von (Wetter-)Daten, die die Dateien sehr klein werden lässt und damit auch relativ kostengünstig für den Empfang per Satellitentelefon machen.
Bei Wetterwelt funktioniert das System wie folgt: Die Seegebiete weltweit sind aufgeteilt in einzelne Abschnitte, wie z.B. Mediterranean West, NE-Atlantic oder Ionian-Sea. Ist man nun
beispielsweise im westlichen Mittelmeer unterwegs, benötigt man zunächst die Karte für dieses Gebiet. Diese ist auf der Website von Wetterwelt gegen Gebühr von ca. 17,50 € downloadbar (Stand
11/09). Diese Karte bietet sozusagen die Grundlage für die eigentlichen Wetterdaten, die dann auf dieser visualisiert werden.
Die eigentlichen Wetterdaten bekommt man dann, wie bereits erwähnt, von den Servern von Wetterwelt. Je nachdem wie tief man in die Tasche greift, bzw. wie genau (zeitlich und räumlich hoch
auflösend) man die Wetterdaten benötigt gibt es unterschiedliche Angebote von „WetterWelt“. Die Wetterdaten beinhalten Informationen über mittlere Windrichtung, mittlere Windgeschwindigkeit,
Luftdruck, Böenpotential, Wellenhöhe, Wellenrichtung, Temperatur und signifikante Wettererscheinungen. Damit sollten alle zur sicheren Navigation und Törnplanung notwendigen Informationen als
Vorhersagedaten zur Verfügung stehen. Für die Nord- und Ostsee sowie alle Ozeane weltweit werden zudem Strömungsdaten angeboten.
Diese Wetterdaten werden schließlich auf der Karte visualisiert, was sich wie folgt darstellen kann (Siehe Bild 1 am Ende dieses Berichts).
Dargestellt ist ein Ausschnitt des Seegebiets „NE-Atlantic“, im der rechten Bildhälfte ist die Straße von Gibraltar zu sehen, in der linken Bildhälfte Madeira. Das Wetter vom 27.10.2009 um 14 Uhr
wird angezeigt. Die Windverhältnisse werden anhand der Pfeile visualisiert, die Darstellung lehnt sich an die bei Wetterdaten üblichen an. So werden hier beispielsweise für die Straße von
Gibraltar durchschnittlich 20 Knoten Ostwind vorhergesagt. Unmittelbar unterhalb oder neben den Pfeilen stehen die jeweiligen Spitzenböen in Zahlen, so sind für die Straße von Gibraltar
beispielweise Böen bis zu 31 Knoten vorhergesagt. Schließlich wird noch das Wetter als kleines Icon dargestellt, in der Straße von Gibraltar soll es folglich sonnig sein, teilweise etwas diesig,
westlich von Madeira ist etwas Regen vorhergesagt.
Interessant ist auch die „Streckenwetterreport“ Funktion. So ist es möglich z.B. einen imaginären Törn-Startpunkt (bspw. Start: Gibraltar, 27.10.2009, 14 Uhr local time) und einen zweiten
Törn-Zielpunkt (bspw.: Madeira) zu setzen und sich die Wetterentwicklung für diesen Törn darstellen zu lassen. Mit der Eingabe der erwarteten Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet das Programm
schließlich auch die voraussichtliche Ankunftszeit (ETA). Der Streckenwetterreport könnte sich wie folgt darstellen (siehe Bild 2 am Ende dieses Berichts)
In einem Zeitschritt von einer 1 h wird der voraussichtlich COG, die voraussichtlichen Windstärken, Windrichtungen, Wellenhöhen und – Richtungen, Luftdruck-, Wetter und Temperaturentwicklungen
angegeben.
So ist es also unter anderem recht einfach möglich der Crew einen ETA anzugeben, sich auf die voraussichtlichen Wetterentwicklungen vorzubereiten und die Törnroute entsprechend zu planen. Unsere
Erfahrungen mit den Wetterdaten von WetterWelt bisher (wir sind nun seit ca. 6 Monaten unterwegs und beziehen diese seitdem auch regelmäßig) sind gut bis sehr gut. Die „Trefferquote“ kann sich
wirklich sehen lassen, besonders die Windvorhersagen trafen fast immer zu, nicht ganz so das Wetter. Das war aber meistens nicht ganz so schlimm, da es wenn dies der Fall war immer besseres
Wetter als vorhergesagt war, und nicht schlechteres ;)
Der Email-Service funktioniert schnell, unkompliziert und zuverlässig!
Dennoch empfehlen wir an dieser Stelle neben den Wetterdaten von WetterWelt, sofern man diese nutzen möchte, sofern es möglich ist weitere Quellen zum Vergleich hinzu zu ziehen, wie z.B. die
Website des deutschen Wetterdienstes (www.DWD.de) oder ähnliche Webseiten der Wetterinstitute des jeweiligen Reiselandes, allein schon zur Verifikation und zumVergleich der Daten!
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