Von Rhodos nach Sardinien
Dienstag, 15. September:
Mit dem Aufenthalt auf Malta kehren leider nach langer Zeit wieder die Regenwolken zurück… so wird unsere Buchtentour entlang der Küste von Malta nicht ganz so schön wie geplant. Davon lassen wir uns
allerdings nicht weiter beeinflussen, ganz im Gegenteil: Wir nutzen den schönen Wind den die Wolken mit sich bringen, schmeißen uns ins Ölzeug und segeln in die Dweijra Bay. So ist der erste
wirkliche Regen, seit Mai (zumindest für Christian) auch mal wieder eine willkommene Abwechslung und das Meer hält ja glücklicherweise die Temperaturen, baden ist also nach wie vor eine Wonne!
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Nach einer Nacht Aufenthalt machen wir uns Richtung Sardinien auf. Nach einem Tag segeln und einer Nacht motoren, legen wir einen kurzen Frühstücksstop mit Angelvergnügen und schnorcheln in einer
schönen sizilianischen Bucht ein. Je näher wir der sardischen Küste kommen, desto stärker wird der Wind. So entschließen wir uns den Kurs direkt nach Olbia zu unterbrechen und laufen nach Arbatax ab.
Nach einer leckeren Pizza und einer schön ruhigen Nacht, geht es am nächsten Morgen gen Norden, nach San Theodoro. Mit dem Bananaboot, holen wir unser neues Crewmitglied Leo vom Strand ab. Den
restlichen Abend verbringen wir gemütlich an Bord.
Am nächsten Tag, machen wir uns auf den Weg nach Olbia, werden dabei allerdings von einer Gewitterfront mit Spitzenböen von 35 Knoten überrascht. Deswegen verkriechen wir uns für die Mittagpause, in
eine schützende Bucht und warten bis der Spuk ein Ende hat. Als es sich beruhigt hat, laufen wir gemeinsam mit einigen Personenfähren, in den Hafen von Olbia ein. Da uns Skip Henning am nächsten Tag
in Olbia verlassen wird, kochen wir zu seinen Ehren ein großes Festessen.
Den heutigen Tag nutzen wir um uns neu zu proviantieren, Wetterdaten zu aktualisieren und die nächsten Tagesetappen zu planen: Auf uns warten Highligts wie das Maddalena Archipel, die Straße von
Bonifacio, das Capo Testa und schließlich die Balearen.
Bis dahin… wie immer… viel Spaß mit den Bildern der letzten Woche!
Viele Grüße von der Big Bully Crew!
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Mittwoch, 9. September:
Noch ein kurzes update über den gestrigen Abend: Wir waren in Valletta unterwegs und haben uns die Stadt angesehen, Abends ging es nach Vittoriosa (einem anderen Stadtteil von Valletta) und haben
uns die Festivitäten anlässlich des Maltesischen Nationalfeiertages angesehen. Heute geht es weiter in die Buchten von Malta und morgen machen wir uns auf die Socken nach Sardinien damit wir es
hoffentlich noch rechtzeitig zum Sun and Bass Festival schaffen! Bis dahin, viel Spaß mit den Fotos!!
Dienstag, 08. September:
Der erste Segeltag für „die Neuen“ könnte schöner kaum sein: ordentlich Wind, Welle und Sonnenschein! Einziges Manko: Es bläst uns direkt auf die Nase, so müssen wir recht zeitaufwändig gegenan
kreuzen und schaffen nicht allzu viel Strecke…
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Gegen Abend finden wir dennoch einen schönen Hafen, können unsere Vorräte nochmals aufstocken und einen letzten, ausgiebigen Landgang genießen, bevor es am nächsten morgen auf die lange Überfahrt
nach Malta geht.
Der Start beginnt wenig viel versprechend: Bodenseebedingungen at it’s best: Aalglatte See, kein Lüftchen regt sich… So Motoren wir gen Westen und hoffen auf baldige Windunterstützung, die sich
glücklicherweise auch in der ersten Nacht einstellt. Wir können Segel setzen und kommen recht gut voran. Es bläst meist aus West, wir schaffen es allerdings die leichten Nord- und Süddreher ganz gut
auszunutzen und kommen so nicht allzu weit von der „Ideallinie“ (sprich Luftlinie Kreta – Malta) ab. Nächtliche Wachen werden eingeteilt und schnell stellt sich der Bordalltag ein: Wir vertreiben
beschäftigen uns viel mit lesen, Schach spielen, fischen, kochen, Brot backen, essen und trinken, schlafen, faulenzen, Haare schneiden, duschen und baden… so gehen die Tage recht schnell um, zumal
bei der permanenten Schräglage alle Tätigkeiten etwas länger dauern. Manchmal fühlt man sich fast schon ins Kindesalter zurückversetzt, so tapsig und plump wirken teilweise die Bewegungen.
Der Besuch einer Meeresschildkröte und eines Delfinschwarms sorgen zusätzlich für große Freude und Abwechslung an Bord. Ein weiteres Highlight bietet die große „Big Bully Schiffsschaukel“: Am
Spinnakerfall hängend lassen wir uns im Lee (Windabgewandte Seite) des Schiffes außenbords baumeln und fliegen so knapp über der Wasseroberfläche über die Wellenkämme. Ein riesen Spaß und kostenloser
Vollwaschgang inklusive Salzwasser-Nasenspülung für alle Crewmitglieder!
In der letzten Nacht bekommen wir allerdings noch einen kleinen Dämpfer: Inzwischen ist unser Dieselvorrat nahezu aufgebraucht, blöderweise geht auch dem Wind die Puste aus. Ein ordentlicher Schwell
bringt die perfekte Komposition für lange Gesichter an Bord. Nach guten 500 gesegelten Seemeilen flappen wir nun 25 Seemeilen vor Malta –also fast schon in Sichtweite- mit hängenden Segeln herum und
kommen nicht mehr vorran. Uns bleibt aber nichts anderes übrig als auf Wind zu warten... Um uns herum liegen massenhaft Containerschiffe vor Anker: Arbeitslos, wohl ausgelöst durch die
„Weltwirtschaftskrise“… auch nicht gerade ein aufheiternder Anblick.
Die Windprognose lässt allerdings hoffen: in der Nacht soll es von West- auf Nordostwind umschlagen und wieder aufbrisen… in der Ferne können wir auch bereits kräftiges Wetterleuchten beobachten. Die
Front erreicht uns schließlich recht plötzlich morgens um 5 Uhr: binnen zwei Minuten dreht der Wind auf Nordost, frischt von 0 auf 30 Knoten auf! So krass haben wir das ganze dann doch nicht
erwartet. Wir haben immer noch Vollzeug drauf und werden daher erstmal ordentlich durchgeschüttelt. Umso schneller sind die bis dahin schlafenden Crewmitglieder an Deck, gemeinsam bekommen wir so die
Lage recht schnell in den Griff und können direkt Kurs auf Valletta nehmen, das wir schließlich in den frühen Morgenstunden erreichen.
Wir segeln bis in das große Hafenbecken von Valletta, bergen schließlich die Segel und genießen die mehr als beeindruckende Einfahrt in die „Grand Harbour Marina“!
Alle sind froh und glücklich nun erstmal am Ziel zu sein und fallen gegen Mittag erstmal in die Kojen. Neue Energie tanken und wieder frisch werden für den großen Feiertag auf Malta am 8. September.
Vor vielen Jahren war dies der Tag an dem die Türken die Belagerung von Malta aufgaben und abzogen. Das feiern die Malteser natürlich ausgiebig: die ganze Stadt ist mit großen Fahnen und
Lichterketten geschmückt. Die Inselbewohner versammeln sich in der Grand Harbour Marina um Wettrennen zwischen traditionellen Ruderbooten, die nach alter Sitte wie die Gondeln in Venedig im stehen
gerudert werden.
Um uns herum knallt und raucht es, ebenfalls typisch Maltesisch, dazu natürlich ordentlich. Die Feuerwerkskultur auf Malta wird wieder einmal ausgiebig ausgelebt!
Diese Spektakel lassen wir uns natürlich nicht entgehen und werden uns daher nun erstmal in die Menge stürzen, bevor es dann morgen um die Mittagsstunden erneut auf Strecke geht: zunächst werden die
Buchten von Malta abgeklappert und dann steht der zweite große Sprung an: die Überfahrt nach Sardinien! Nicht mehr ganz so weit, aber einige Tage werden wir wohl dennoch wieder auf See sein!
Von Sardinien werden wir uns dann voraussichtlich das nächste mal melden! Bis dahin, viel Spaß mit den bisher geschossenen Fotos, Grüße von allen!
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Donnerstag, 03. September:
Ein kurzer Bilder update! Alle neuen Crew-Mitglieder haben sich bestens an Bord eingelebt, keiner wurde am ersten Seetag mit doch ordentlich Wellengang und rund 5 Bft. Seekrank - beste
Voraussetzungen für die Überfahrt nach Malta, die wir heute antreten! Planmäßig sollten wir am 6. September auf Malta ankommen...
bis dahin, noch einige neue Fotos! Viel Spaß damit, Grüße von uns!
Dienstag, 01. September:
Nach einer ausführlichen Abschlussrunde verlassen wir unsere neue Wahlheimat Pigadia auf Karpathos. Nach nunmehr knapp einer Woche Aufenthalt begrüßen uns die Fischer bereits persönlich, es wird also
dringend mal wieder Zeit für ein wenig frischen Wind um die Nase!
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Den bekommen wir auf der Überfahrt nach Kassos auch reichlich: Zunächst pfeift es am Südkap von Karpathos mit 30 Knoten, der Wind hat aber schließlich ein einsehen mit uns und flaut im Lauf des
Nachmittags auf etwas komfortablere Windstärken ab. Um die Spannung zu erhalten haben wir uns zum Segelsetzen etwas neues überlegt: Beim setzen der Fock vergessen wir diese am unteren Ende zu
befestigen. So kommt es wie es kommen muß: Mit dem Zug des Fockfalls verabschiedet sich Segel unter lautem Knattern in den Mast und wird kurzerhand zu überdimensionalen Fahne… Nach dem ersten
Schrecken und „Scheiße“ rufen schaffen wir es allerdings das Tuch über die Schoten auf erreichbare Höhen herunter zu ziehen.
Der restliche, wirklich traumhafte Segeltag verläuft nach Plan und so erreichen wir Spätnachmittags wohlerhalten und glücklich Kassos. Die extrem karge und von Touristen weitestgehend ignorierte
Insel zwischen Karpathos und Kreta dient uns als perfekter Ausgangspunkt für den Sprung rüber nach Kreta.
Nach langem Abwegen haben wir für diesen einen recht guten Zeitpunkt erwischt: Nachdem es die letzten Wochen fast durchgehend mit deutlich über 20 Knoten geblasen hat erleben wir das Meer mehr oder
weniger regungslos. Lediglich für 2 Stunden setzen wir Segel und schleichen bei einer leichten Brise Richtung Kreta, der Rest wird motort. Schon fast ein bisschen wenig Wind, aber immer noch besser
als zu viel!
So erreichen wir gut erholt Sitia am östlichen Ende von Kreta. Nach dieser spitzen Überfahrt gönnen wir uns einen Besuch in einer der Tavernen am Hafen und feiern unter anderem Christians
Diplomarbeit – bei der Überfahrt hat er sein Ergebnis per sms erfahren: 1,3!! Da schmeckt das Bier gleich dreimal so gut ;)
Für eine Überraschung der besonderen Art sorgen am späten Abend unsere Segelkameraden aus Erfurt, die wir nun bereits zum vierten mal treffen. Aus der Dunkelheit schallt es uns auf einmal lauthals
entgegen: „Unsere Kieler Freunde!!“. Lustig wie man sich durch Zufall immer wieder begegnet, an dieser Stelle nochmals schöne Grüße nach Erfurt!
Eine weitere Überraschung gibt es am nächsten Tag: Katrins Schwester und ihr Freund sind momentan auch auf Kreta im Urlaub und kommen ganz spontan für eine Nacht an Bord. Zu fünft geht es so in eine
schöne Bucht nördlich von Agios Nikolaos bevor wir weiter nach Heraklion segeln.
Nach einem langen, aber traumhaften Segeltag werden wir dort bereits freudig von „Skip“ Henning an der Pier erwartet! Bis in die späte Nacht vergrößert sich die Crew stetig: auch Markus und Stefan
fliegen ein und werden bis nach Valencia auf Big Bully mitsegeln.
Da es heute erneut ziemlich gepfiffen hat haben wir erstmal einen Eingewöhnungstag für Markus und Stefan eingelegt, und geben Henning somit auch die Chance erstmal das Schiff ausgiebig zu begrüßen,
zu putzen und zu basteln… „Die Jugend“ vergnügt sich derweil in Heraklion und erledigt die Besorgungen für die Weiterfahrt nach Malta, die wir voraussichtlich am 3. September starten werden!
Mit unserem Besuch ist auch neues technisches Equipment angekommen. Dadurch ist es uns nun möglich auch die Fotos von Katrin und Tony auf den PC zu übertragen… daher gibt es diesmal eine extra große
Portion Bildmaterial, sozusagen ein Review der letzten zwei Wochen! Viel Spaß damit, viele Grüße aus Kreta!!
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Mittwoch, 26. August:
Bilder von unserer Autotour auf Karpathos!
Montag, 24. August:
Nachdem wir uns in Rhodos Stadt sehr gut verproviantiert haben geht es bei frischem, achterlichem Wind entlang der Ostküste von Rhodos mit Kurs Lindos...
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Schon bald ist die Landabdeckung von Rhodos so groß dass uns der Wind verlässt, und so schmeissen wir die Maschine an und motoren die verbleibende Strecke bis in die Bucht von Lindos.Hier liegt man
sehr schön und malerisch: die Ortschaft mit seinen vielen, weissen Häusern entspricht voll und ganz dem griechischen Klischee; die Burg auf der felsigen Landzunge bietet einen super Ausblick! Das
alles zieht jedoch auch die typischen Touristenmassen und seine Begleiterscheinungen nach sich: Lindos ist voll von Souvenierläden, Bars, Cafés und Restaurants. Auf unserem Landausflug erfreuen wir
uns dennoch an den engen Gässchen und dem schönen Blick auf die Bucht, mit Big Bully in der Mitte :)
Sehr schön ist es auch unter Wasser, trotz der vielen Touristen am Strand ist das Wasser sehr klar und läd zum schnorcheln ein! Einziges Manko sind wieder einmal dicke Felsbrocken auf dem Grund, mit
denen sich unser Anker mal wieder gekonnt verhakt. Glücklicherweise ist es nur 8m tief, so kann Christian bequem hinunter tauchen und das ganze diesmal selbst lösen.
Nach Lindos laufen wir Prasonissi an, einen der weltbesten Windsurfspots. Auf der Fahrt dorthin wird auch wiedermal bewiesen warum dies so ist... bis zur Hälfte der Strecke haben wir kaum Wind, dann
schlägt plötzlich um und innerhalb von 5 Minuten dreht der Wind von 5 Knoten auf 25 Knoten auf! Bis wir unseren Ankerplatz erreichen bläst es uns mit satten 28 Knoten entgegen!
Der Surfspot Prasonissi ist eigentlich eine große Sandbank die die Insel Rhodos mit einer kleinen, vorgelagerten Insel verbindet. In dieser Düse wird der Meltemi der in den Sommermaten hier ohnehin
schon recht stark bläst nochmals beschleunigt. Auf der Luvseite der Sandbank ergeben sich so perfekte Bedingungen um in der Welle zu surfen, auf der Leeseite perfekte Bedingungen zum freeriden und
-stylen!
Wir gehen auf der Wellengeschützten Leeseite vor Anker und begaffen erstmal die Massen an bunten Segeln und Kites die übers Wasser schwirren. Für einen Tag mietet sich auch Christian einen Windsurfer
und düst kräftig mit, während Katrin und Tony die vorgelagerte Insel zu Fuß erkunden und sich ihren Adrenalin Kick bei der etwas erschwerten Überfahrt mit unserem kippligen Beiboot abholen...
Nach 2 Nächten in der vollen Düse haben wir allerdings genug Wind um die Ohren gehabt, und so entscheiden wir uns die Überfahrt nach Karpathos anzutreten. Nur unter Fock und leichter
Motorunterstützung geht es durch Anfangs recht ordentliche Welle los. Zunächst sind alle recht fit, allerdings zeigen sich nach ca. zwei Stunden doch die ersten Ausfallerscheinungen: Christian ist
noch ziemlich geschlaucht vom Windsurfen tags zuvor, Katrin machen die teilwiese ruppigen Schiffsbewegungen etwas zu schaffen, Tony hingegen is topfit. Alles in allem haben wir aber eine sehr gute
Überfahrt und erreichen gegen 17 Uhr happy und gut gelaunt Pigadia, die Hauptsadt von Karpathos.
Sehr überrascht sind wir vom ersten Eindruck von Karpathos: wir erwarten eigentlich karge Felsen, es empfangen uns allerdings überraschend grüne Berge! Auch Pigadia entpuppt sich als sehr schönes
Örtchen. Die Pier an der wir festmachen liegt im Herzen der kleinen Stadt, um uns herum viele kleine Tavernen und Restaurants. Die Kulisse um die Stadt herum bilden diverse Felshänge, im Hinterland
steigen die Berge von Karpathos an. Ein ausgesprochen schönes Fleckchen Erde, das wir noch näher kennenlernen wollen!
Für morgen haben wir uns daher ein Mietauto reservieren lassen,werden Karpathos erkunden und davon in unserem nächsten Logbucheintrag berichten!
Bis dahin, viel Spaß mit den Fotos!
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