Menorca - Canaren, Sep. - Nov. 2009
Donnerstag, 26. November:
Zum Abschluß unserer Wanderodyssee der letzten 4 Wochen haben wir uns noch einmal eine große Tour vorgenommen: Eine 5 Stunden Wanderung zum größten Wasserfall Gomeras!
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Im Wanderführer wird die Tour als „anstrengende Rundtour für Trittsichere und Schwindelfreie“ angekündigt. Eigenschaften die wir voll und ganz erfüllen! ;) Gemeinsam mit unserem Nachbarn Erik von
der SY Aurora packen wir’s also an! Die Tour erweist sich tatsächlich als recht anstrengend, aber dafür auch wunderschön: Über einen recht steilen, mit traumhaften Aussichten gespickten Anstieg
durch einen Barranco geht es hinauf nach El Cedro, einem Mini-Berdorf mit Campingplatz. Über einen großen Rundweg ging es weiter durch mit Moos dicht bewachsene Nebelwälder, durch etwas lichtere
Nadelwälder und schließlich über einen recht steilen Abstieg wieder hinunter nach Hermigua.
Als wir wieder am Auto ankommen sind wir alle ganz ordentlich geschafft, nach einem Bad am schwarzen Sandstrand direkt neben dem Hafen fühlen wir uns jedoch schon wieder fitter!
Für den nächsten Tag lassen wir es zunächst etwas ruhiger angehen und starten zunächst nochmals auf eine abschließende Autorundtour über die Insel, wir wollen ja nichts verpassen! Auf dem Rückweg
führt uns die Straße „rein zufällig“ am höchsten Gipfel Gomeras vorbei, und da kommt doch Henning „ganz spontan“ eine Idee… lass doch da mal noch hochgehen! Christian spürt zwar die Beine vom
Vortag noch etwas, aber der Weg ist nicht allzu weit und auch nicht weiter beschwerlich: 1,6 km geht es auf einem Trampelpfad durch das Gestrüpp hinauf. Belohnt werden wir umso reicher mit einem
der besten Panoramas die wir bisher auf Gomera hatten: zu unserer rechten La Palma, zu unserer linken Teneriffa mit dem Teide, direkt voraus der weite Atlantik, in der ferne schimmert bereits
ganz leicht Barbados ;)
Mit diesem tollen Erlebnis verabschieden wir uns von La Gomera, gönnen uns Abends noch ein schmackhaftes Mal in einem kleinen Restaurant in der Stadt und pfeifen uns nochmals ordentlich Steaks
rein! Das wird es in den nächsten Wochen auf der Atlantiküberquerung leider so nicht mehr geben!
Nun viel Spaß mit den letzten Bildern der Kanaren!
Viele Grüße, Henning & Christian!
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Die Bilder zum download!
Bilder 26. November.zip
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Montag, 23. November:
Nach unserem Törnführer wird La Palma zur schönsten Insel der Kanaren gekürt, La Gomera hingegen wird vom Rother Wanderführer als die wildeste Insel bezeichnet. Diese Aussage entstand wohl
aufgrund der sehr nah beieinander liegenden Klimatischen und dadurch auch Landschaftlichen Extreme, die wir auf unserer heutigen Autotour eindrucksvoll erleben durften. …
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Die Isla Gomera ist wie die anderen Kanarischen Inseln auch, Vulkanischen Ursprungs und daher auch wieder recht gebirgig. Durch die relativ starke Erosion sind die höheren Berge, an denen die
Wolken hängen bleiben und die für die Pflanzenwelt nötigen Niederschläge mit sich bringen, jedoch hauptsächlich in der Inselmitte zu finden. Die Küste bekommt daher extrem wenig Feuchtigkeit ab,
ist folglich recht heiß, braun und karg. Im Inselinneren findet man im krassen Kontrast dazu einen wahren Urwald, recht ähnlich wie wir sie bereits auf Madeira und La Palma gesehen haben. Während
wir also bei einem Spaziergang in der prallen Sonne entlang der kargen Küste entsprechend schwitzen ist es am Aussichtspunkt in den teilweise völlig Wolkenverhangenen Bergen wiederum recht frisch
und zugig, in den dichten Wäldern bleibt es angenehm kühl.
Eine weitere „wilde Seite“ La Gomeras lernen wir nach der Fahrt entlang des spektakulären Valle Gran Rey kennen, im gleichnamigen „Hippie-Ort“: Früher war La Gomera eine beliebte Insel für
aussteiger, besonders in Valle Gran Rey ließen sich viele nieder. Auch heute findet man dort noch recht viele Anhänger der „alternativen Szene“, die das Klischee aufrechterhalten, Gitarre
spielend an der Strandpromenade sitzen und ihre teilweise Knie langen Dreadlocks zur Schau tragen. Mit dem eigentlichen Hippie Leben kann das in diesem, inzwischen vom Tourismus voll erfaßten Ort
allerdings nicht mehr allzu viel gemein haben…
Das eigentlich wilde an diesem Ort sind die recht ansehnlichen Brandungswellen in denen sich einige Bodyboarder und ein Wellenreiter tummeln. Schon spannend den Jungs ein Weilchen zuzusehen, denn
große Fehler dürfen sie sich nicht erlauben, sonst kleben sie ganz schnell auf den bedrohlich Nahe wirkenden Felsen im Wasser….
Ich denke damit ist genug Spannung aufgebaut ;) Dann mal nix wie ran an die Bilder!
Viel Spaß dabei, bis zum nächsten mal!
Henning & Christian
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Bilder 23. November.zip
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Samstag, 21. November:
Auch auf unserem Weg von La Palma in Richtung Teneriffa/ La Gomera haben wir leider wieder kein Glück mit dem Wind, ca. 2 Std. reicht es um die Segel zu setzen, der Rest muss aber leider motort
werden…
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Daher entschließen wir uns spontan Teneriffa doch auszulassen und direkt Kurs auf La Gomera zu nehmen. Während wir auf La Palma eine nahezu leere Marina vorfanden, ist auf La Gomera genau das
Gegenteil der Fall: zum Zeitpunkt unserer Ankunft ist kein einziger Liegeplatz frei, wir müssen uns als drittes Boot längsseits ins „Päckchen“ legen. Bedeutet dass wir an keinem Steg sondern an
einem Schiff festgemacht haben, das wiederum an einem anderen Schiff festgemacht hat, welches schlussendlich dasjenige Boot mit festem Landkontakt ist. Ich hoffe das war verständlich ausgedrückt…
Bereits am nächsten Tag löst sich die Situation allerdings in Wohlgefallen auf, einige Charteryachten verlassen den Hafen und wir bekommen einen eigenen Liegeplatz zugewiesen.
Schnell kommen wir mit zahlreichen anderen Seglern in Kontakt und treffen auch unsere Kanadischen Freunde von der Voile Bleu Oceanique, einer 40-Fuß Rennyacht, wieder, die wir in Funchal auf
Madeira kennen gelernt haben. Fast jeden den wir kennen lernen steht unmittelbar vor der Atlantiküberquerung, hat eine ähnliche Route wie wir vor sich oder sogar eine Weltumseglung. Es liegt eine
tolle Aufbruchsstimmung im Hafen. Viele führen letzte Reparaturen durch oder montieren zusätzliche Ausrüstung, immer wieder sieht man Crewmitglieder mit Schubkarren voller Lebensmittel vom
Supermarkt kommen. Natürlich drehen sich auch mehr oder weniger alle Gespräche rund um das Thema Atlantiküberquerung, Weltumsegelung – Spinner unter sich…
Die wahren Freaks stehen allerdings etwas abseits, noch an Land: Anfang Dezember starten von La Gomera aus die Teilnehmer der „Woodvale-challenge“, rund 20 Ruderboote die in ca. 55- 60 Tagen über
den Atlantik… rudern !! So unglaublich es klingt, aber es gibt wirklich keinen Trick an der Sache. Jegliche Segelfläche oder Motorunterstützung ist verboten es gibt auch kein Begleitboot, die
Teilnehmer müssen sämtlichen Proviant an Bord mit sich führen. Die Boote haben eine Länge von 7,1 m bei einer breite von 1,9 m und werden –je nach Klasse- von einer oder zwei Personen gerudert,
die“vierer“ Boote sind lediglich geringfügig länger (8,8m) aber ebenso breit… wenn man die Boote so anschaut ist es wirklich unfassbar wie diese Eier über den Atlantik kommen sollen, aber
anscheinend funktioniert es irgendwie… Im Kontrast dazu sieht unsere Atlantiküberquerung aber natürlich wie eine Luxus-Kreuzfahrt auf einem Monsterboot aus, und die Bedenken bezüglich Sicherheit
etc. werden etwas relativiert ;). Mehr Infos zu dieser extravaganten Art der Atlantiküberquerung gibt es auch unter www.woodvale-challenge.com!
Für uns heisst es die nächsten Tage nochmal entspannen und Landluft schnuppern. Ab Montag haben wir nochmals ein Auto reserviert und werden La Gomera etwas ausführlicher erkunden. Für die
Atlantiküberquerung haben wir inzwischen eigentlich alles vorbereitet: die Segel werden momentan noch verstärkt, was bis kommenden Mittwoch erledigt sein sollte, für den Donnerstag, 26. November,
planen wir dann den Absprung – sofern die Wetterprognose bis dahin auch positiv ist
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende, viel Spaß mit den Bildern der letzten Tage!
Grüße aus La Gomera, Henning & Christian!
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Die Bilder zum download!
Bilder 21. November.zip
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Dienstag, 17. November:
Nachdem es Montag leider kein ganz so tolles Wetter hatte verschoben wir unsere Wanderpläne auf Dienstag und starteten zunächst eine zweite Autotour, diesmal in den Süden der Insel…
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Das Südkap la Palmas wurde vor nicht allzu langer Zeit, in der 1970ern, von einem Vulkanausbruch um ein ansehnliches Stück vergrößert, dementsprechend geprägt ist auch die Landschaft: alles ist
schwarz, mit gelb-braun-ockerfarbigen Schattierungen, überall sieht man riesige Lava-Felder und es sieht heute noch so aus als ob das flüssige Gestein erst vorgestern den Berg hinuntergeflossen
ist, spektakulär!
Den unmittelbaren Streifen entlang der Küste haben sich inzwischen aber bereits wieder riesige Bananenplantagen zurückerobert. Man fährt teilweise durch ganze Bananenplantagendörfer, links und
rechts Haushohe Mauern die die einzelnen Plantagen voneinander trennen und das Gefälle am Hang der Vulkankrater ausgleichen. Die Bäume sind mit Netzen und Tüchern teilweise abgehangen, vermutlich
um sie gegen Wind zu schützen und die Temperatur noch etwas besser halten zu können.
Zum Abschluss der Südtour geht es noch nach Tazacorte, wo momentan der Stadthafen mit einem gigantischen Aufwand ausgebaut wird. Es werden monströse, völlig überdimensionierte Betonmauern
gezogen, Wellenbrechern die vermutlich nicht mal einen Tropfen einer 15 m Welle in die Nähe des Hafenbeckens lassen würden… satte 53 Millionen Euro soll das ganze Kosten – natürlich EU
finanziert.
Für den Mittwoch steht die Besteigung des Pico Bejendas auf dem Programm, einem gut 1800 m hohen Berggipfel am Rande des riesigen Vulkankraters auf La Palma. Eine wirklich tolle Wanderung, die
tolle Landschaft und Ausblicke kann man aber schlecht Umschreiben, schaut es euch besser einfach auf den Bildern an!
Viel Spaß dabei, bis zum nächsten mal, es Grüßen Henning und Christian!
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Montag, 16. November:
Nach einer erfolgreichen „Wiedereinwasserung“ und einer tollen Zeit auf Madeira geht es auf Kurs Kanaren. Die Überfahrt verläuft ruhig, fast schon etwas zu ruhig: es hat absolut keinen Wind und
so bleibt uns nichts anderes übrig als die knappen zwei Tage durchzumotoren…
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Da wir noch ein paar Tage Zeit haben bis unser Liegeplatz auf Gomera frei wird, entscheiden wir uns zunächst die "Isla Bonita", La Palma, anzulaufen. In unserem Törnführer wird sie als die
schönste und grünste Insel der Kanaren angekündigt, das klingt doch schon mal gut!
Am Abend erreichen wir die Hauptstadt La Palma’s, Santa Cruz und haben keine Mühe einen Liegeplatz zu finden: die Marina ist quasi leer und dazu noch brandneu, so mögen wir das! Am nächsten Tag
machen wir uns auf Entdeckungstour durch das kleine Städtchen, was sich als nichts besonderes, aber durchaus nett und sehenswert herausstellt.
Die Natur auf La Palma ist aber bei weitem beeindruckender. Mit unserem Mietauto machen wir uns auf eine Rundfahrt über die Insel und stellen schnell fest dass La Palma der kleine Abklatsch von
Madeira ist, wenn auch in etwas verminderter Form: Die Insel ebenfalls sehr grün, und mit teilweise wirklich skurrilen Bäumen bewaldet. Ähnlich wie auf Madeira findet man wieder riesige
Bananenplantagen, die neben dem Tourismus die Haupteinnahmequelle der Inselbewohner zu sein scheint. Die Insel ist, wie Madeira und die restlichen Kanarischen Inseln auch, Vulkanischen Ursprungs
und sehr bergig, wobei die höchsten Gipfel bis auf über 2400 m ansteigen! Besonderes Highlight ist dabei der größte Vulkankrater der Welt, dessen Grund anscheinend sogar unterhalb der
Meeresoberfläche liegt!
Dort waren wir bisher zwar noch nicht, kommt aber noch! Davor gibt es nun erstmal die Bilder der Überfahrt und der ersten Autotour, die über den Pico de la Muchachos und Pico de la Nieve ging,
die stolze 2426, bzw. 2230 m hoch sind!
Viel Spaß beim kucken und einen guten Start in die Woche!
Viele Grüße aus La Palma, Henning und Christian!
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Dienstag, 10. November:
Glücklicherweise hat sich unser Ruderproblem recht schnell gelöst! Mit Hilfe des örtlichen Bénéteau Vertreters, seines Mechaniker und dem Werftchef war das Ruderblatt schnell ausgebaut und jemand
gefunden der uns das Lager neu fertigen kann. Uns fällt ein riesen Stein vom Herzen!
So können wir aller Voraussicht nach morgen früh um 9 Uhr wieder Einwassern und uns auf den Weg nach La Gomera machen! Für die Überfahrt werden wir voraussichtlich 2 bis max. 3 Tage benötigen,
dann werden wir uns wieder mit den Vorbereitungen zur Atlantiküberquerung melden! Langsam wird es "ernst"! :)
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Bis dahin, euch eine angenehme Woche!
Montag, 9. November:
Zum Abschluss unserer Wanderausflüge auf Madeira haben wir uns die Königstour aufgehoben: Auf spektakulären Wegen geht es von Gipfel zu Gipfel: die sogenannte "Pico-Tour" bietet fantastische
Ausblicke und unvergessliche Eindrücke! Aber seht selbst....
Samstag, 7. November:
Nach 3 Tagen wandern geht es Donnerstag auf einen Roadtrip: einmal um die Insel drum herum! Bei sehr wechselhaftem Wetter, mal dichte Wolken mit Sprühregen, dann plötzlich wieder blauem Himmel
und eitel Sonnenschein haben wir so die Insel in allen Facetten kennengelernt.
Bevor wir die Marina von Funchal wieder verlassen verewigen wir uns noch an der langen Kaimauer und reihen uns in die Riege der Fahrtensegler ein, die auf Ihrem Weg über den Atlantik Madeira und
Funchal passiert haben. Zu diesem Zweck haben wir in den letzten Tagen auch ein extra Logo erarbeitet, das wir hiermit auch offiziell präsentieren möchten!!
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Trommelwirbel...... TADAA!
Hier zu sehen ist allerdings nur die "Low quality" und 2009er Version. Die hochauflösende Version ist noch in Arbeit, aber wir hoffen es gefällt! :)
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Inzwischen liegt Big Bully bereits wieder hoch und trocken in Camara de Lobos in der Werft, für eine letzte Überholung und einen letzten Check vor der Atlantiküberquerung. In ca. 5 Tagen ist
hoffentlich alles erledigt und es wird weitergehen auf die Canaren, genauer auf die Isla Gomera, von wo aus es dann auf die große Atlantiküberquerung los gehen soll!!
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Bis dahin, viel Spaß mit den Fotos der letzten Tage und ein schönes Wochenende!!
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Mittwoch, 4. November:
Wieder einige Bilder der letzten beiden Tage: Wir waren erneut auf Schusters Rappen unterwegs, wandern entlang der Levadas Madeiras!
Schön wars!
Montag, 2. November:
Ein paar Bilder unserer heutigen Autotour in den Süd-Westen Madeiras!
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Sonntag, 01. November:
Nach einem weiteren Tag in Funchal organisieren wir uns ein Mietauto, um die Insel intensiver erkunden zu erkunden. Für Sonntag planen wir eine erste Wanderung entlang einer Levada, einem der
vielen Flussläufe auf Madeira, die vor vielen Jahren von den Inselbewohnern zur Bewässerung der Insel angelegt wurden.
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Auf der Wanderung bestätigt sich unser Eindruck der ersten zwei Tage: Madeira ist das Hawaii der Europäer, die Märklin-Modelllandschaft Portugals, die grüne Hölle im blauen Atlantik! Die Natur
ist selbst Anfang November umwerfend: Der botanische Garten quillt vor bunten, blühenden Blumen über. Die Berge sind von den unterschiedlichsten Grüntönen bedeckt, Bananenstauden wachsen
teilweise bis zum Wegesrand. Man fühlt sich fast schon wie in den Tropen, dabei liegen die Temperaturen täglich um angenehme 25 Grad. Natürlich bei Sonnenschein und blauem Himmel.
Auch kulinarisch ist einiges Geboten: vom riesigen Thunfischsteak über den schmackhaften Degenfisch, einem Tiefseefisch der auf rund 1200 m Tiefe lebt und typisch für Madeira ist, bis hin zu
süßen, tropischen Früchten, die wir in Deutschland noch nie gesehen haben. Alle diese guten Dinge findet man in der großen Markthalle Funchals!
Klingt paradiesisch - ist es auch!
So genießen wir die Tage auf Madeira und erfreuen uns an der üppigen Natur! Um euch den deutschen Herbst etwas zu versüßen, haben wir euch ein paar digitale Sonnenstrahlen eingefangen!
Viele Grüße, die Big Bully Crew!
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Donnerstag, 29. Oktober:
Nach einem traumhaften Segeltag mit ordentlich Wind erreichen wir in der Abenddämmerung das östliche Kap Madeiras und sind bereits hier von der Insel begeistert! Im Schein des Lichtermeers von
Santa Cruz und Funchals pirschen wir uns entlang der Küste in die kleine Marina der Hauptstadt Madeiras, haben Glück und bekommen den letzten Platz an der Außenmole! Madeira, wir kommen!
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Bevor wir allerdings von unserem ersten Eindruck der Blumeninsel berichten, noch ein kleiner Nachtrag zu Gibraltar: Am Morgen unseres Aufbruchs, während Henning, Christian und Heidi noch eiligst
das AIS System installiert haben, waren Janina und Leo noch auf dem Felsen von Gibraltar und haben die Affen besucht! Zum Abschied gab es für Janina von einem der cholerischen Affen einen
ordentlichen Klapps auf den Arm. Die panisch herbeieilenden Japaner üben sich in erster Hilfe, zum Glück ist es jedoch einigermaßen glimpflich ausgegangen und inzwischen ist die Wunde wieder
recht gut verheilt!
Auf den Bildern der berühmten Affen von Gibraltar sehen diese, ganz im Gegenteil zu den gemachten Erfahrungen, natürlich ganz putzig aus! Daher wollten wir euch die Fotos auch nicht
vorenthalten!
Von Gibraltar nun wieder zurück nach Madeira, bzw. zunächst noch Porto Santo, von wo aus wir unseren letzten Logbucheintrag verfasst hatten!
Wir beschließen trotz der nicht zu verachtenden Brandungswellen zum Sundowner mit unserem Banana Boot auf den langen Sandstrand überzusetzen. Den Hinweg in der Abendsonne bei Ebbe bekommen wir
gekonnt und trockenen Fußes über die Bühne, passen jeweils die dicht aufeinander folgenden Wellensets ab und jetten in den Pausen mit Vollgas auf den Strand, getreu nach dem Motto: No Risk, no
Fun! In unserem Fall besteht der Fun aus einem wunderschönen Strandspaziergang und einem fantastischen Grillfisch zum Abendessen in einem kleinen Fischrestaurant direkt am Strand. Es hat sich
schon gelohnt!
Auf die Ebbe folgt nur dummerweise die Flut, und wenn Ebbe in der Abendsonne ist, folgt die Flut leider bei Dunkelheit… So stehen wir da, leicht träge, mit vollen Bäuchen, starren in die
Dunkelheit und lauschen den nun noch deutlich höheren Brandungswellen – dem Beachbreak für Fortgeschrittene. Zuversichtlich ob unserer erfolgreichen Anlandung versuchen wir wieder ein Wellenset
abzupassen, spurten anschließend voller Elan samt Bananaboot in die Dunkelheit. Das „boarden“ klappt noch recht gut, also wird eiligst versucht der Motor angerissen, der allerdings leider nicht
sofort mitspielt, und da ist es auch bereits soweit. Wir haben uns um eine Welle verschätzt, die sich nun vor uns auftürmt und kurz vor dem Boot anfängt zu brechen. Dummerweise sind wir natürlich
inzwischen auch genau quer zu den Wellen vertrieben, so dass uns der unerwartete Besucher volle Breitseite mit aller Wucht trifft.
Natürlich gibt es für uns in diesem Moment kein Halten mehr: Noch ehe wir reagieren können rollt sich das Banana Boot zu Seite und wir machen einen Rückwärtspurzelbaum ins Wasser. Die Welle
bringt das Boot zum Kentern, spült es zurück an den Strand und lässt uns verdutzt im Weißwasser zurück. Glück im Unglück: Die teure Canon 450D war sicher im wasserdichten Beutel verstaut und der
Motor läuft noch! Allerdings hat sich leider Heidis Brille verabschiedet… sehr ärgerlich! Beim zweiten Versuch ist uns dann glücklicherweise der Wellengott gnädig und wir schaffen es gut durch
die Brandungszone, auch beim nächsten Durchgang klappt alles wunderbar – Übung macht den Meister!
Nach diesem aufregenden Abschied von Porto Santo geht es schließlich bei ordentlich Wind fast genauso aufregend und sportlich weiter nach Funchal auf Madeira! Wir sind sehr gespannt auf die
Erkundung der „Blumeninsel“, die Bilder aus dem Merian sind äußerst viel versprechend!
Und wir sollten nicht enttäuscht werden: Auf unserer Erkundungstour per Sightseeing Bus durch die Stadt zeigt sich Funchal von seiner besten Seite. Traumhaftes Wetter, beeindruckendes Stadtbild
mit atemberaubender Umgebung und jeder Menge Grün.
Viel mehr wollen wir an dieser Stelle gar nicht mit Worten umschreiben, die Bilder sprechen für sich!
Soweit für heute, viele Grüße aus Funchal, die Big Bully Crew!
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Dienstag, 27. Oktober:
Wir haben es geschafft! Nach knappen vier Tagen auf dem Atlantik ist die nach der Atlantiküberquerung längste „open-sea“ Strecke unserer Reise bewältigt, rund 650 Seemeilen liegen hinter uns!
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Im Vergleich zu den über 2500 Seemeilen der Atlantiküberquerung erscheint die Überfahrt zwar lediglich wie ein kleiner Übungstörn, dennoch sind wir ein klein bisschen Stolz, schließlich war es
die erste Begegnung mit dem Atlantik auf Big Bully!
Bessere Bedingungen hätten wir uns dafür allerdings auch kaum wünschen können: Bis zum Mittag des 26.10. können wir den stetigen, um die 15 Knoten starken Nord-Ostwind genießen, dann schlägt es
um über Ost auf Süd. So können wir unsere gesamte Segelpalette einmal durchspielen, jede Kombination wird mal gefahren: Großsegel mit Genua, Großsegel mit ausgebaumter Genua, sowie Großsegel mit
Gennacker. Auch das Wetter spielt weiterhin mit: Tagsüber Sonnenschein und angenehme Temeraturen. Nachts wird es zwar etwas frisch, aber je näher wir Madeira kommen desto wärmer bleibt es auch
bei Nacht!
Als uns schließlich bei einem traumhaften Sonnenuntergang auch noch eine rund 30 – 40 Köpfige Delfinfamilie besucht, ist das Kitschparadies perfekt! Beeindruckend sind auch immer wieder die
Wellenberge die uns entgegenrollen, die gar kein Vergleich sind zu den Wellen im Mittelmeer: Wie kleine Berge kommen sie auf uns zugerollt, ewig weit und ordentlich hoch: im einen Moment meint
man der Horizont liegt 10 m vor einem, im nächsten ist man auf dem Wellenberg und der Horizont liegt auf einmal 30 Seemeilen voraus. Dabei gibt es allerdings kein Stampfen und kein Schlagen in
die Wellen. Big Bully gleitet lautlos und in einer Seelenruhe die Wellenberge hinauf, um am anderen Ende wieder gemütlich in Wellental zu rutschen. So segelt es sich trotz 2 – 3 Meter Welle sehr
angenehm!
Einen kleinen Dämpfer gibt es lediglich noch zum Schluß, als der Wind einschläft und wir die Nacht durchmotoren müssen. Aber halb so schlimm, so können die Batterien wieder aufgeladen werden und
die Nachtwache bei hell erleuchtetem Cockpit lesen. Etwas herber ist da schon der Verlust der Leinentrommel unserer neuen Angel… nachdem mehrfach ein Fisch angebissen hatte, sich aber wieder
befreien konnte ist die Aufregung und Euphorie so groß dass die Feststellschraube ein wenig zu weit gelöst wird. Die Schraube rutscht aus ihrem Gewinde, verabschiedet sich auf 4000 m Tiefe in den
Atlantik und nimmt auch gleich die Trommel samt Angelschnur mit – verdammt! Naja, wie man sieht, die geborenen Fischer sind wir nicht, aber Übung macht den Meister, und noch haben wir ja ein paar
Seemeilen vor uns…Fische, freut euch nicht zu früh!
Trotz des kleinen Mißgeschicks sind wir heute Morgen schließlich auf Porto Santo - einer kleinen, Madeira vorgelagerten Insel - angekommen und liegen seitdem vor dem langen Sandstrand vor Anker.
Madeira selbst hat leider keine Sandstrände, deswegen werden wir diesen hier noch ein wenig genießen bevor es dann die letzten 20 Seemeilen weiter, auf die Blumeninsel mit dem ewigen Frühling
geht!
Sobald wir uns dort eingerichtet haben und dann hoffentlich auch wieder über eine „richtige“ Internetanbindung verfügen, gibt es auch wieder mehr Bilder in besserer Auflösung!
Bis dahin, einen guten Start in die Woche, wünscht die Big Bully Crew!
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Samstag, 24. Oktober:
Einen wunderschönen guten Tag zusammen! Dies ist für die gesamte Big Bully Crew ein ganz besonderer Logbuch-Eintrag: die erste Nacht auf dem Atlantik ist geschafft und das erste mal melden wir
uns von hoher See, per Email via Satellitentelefon! Wir haben inzwischen ca. 150 Seemeilen auf dem Weg nach Madeira geschafft, ca. 450 liegen folglich noch vor uns… voraussichtlich also noch gute
3 Tage!
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Mit der Straße von Gibraltar haben wir das Tor zum Atlantik erreicht, was für ein Gefühl! Die für seine extremen Wetter- und Windbedingungen berüchtigte Straße passieren wir bei nahezu idealen
Bedingungen: relativ schwacher West-Wind und schönster Sonnenschein!
Mit zahlreichen Fracht- und Fährschiffen müssen wir uns durch die Engstelle quetschen, das neu installierte AIS System erleichtert uns dies allerdings enorm. So sehen wir genau wie Nahe uns die
Ozeanriesen kommen, welchen Kurs diese fahren und wie schnell sie sind. Sogar Ihre Abmessungen werden angegeben und wir stellen wieder Mal erstaunt fest wie riesig diese Schiffe eigentlich sind…
über 200m Länge ist keine Seltenheit! Einzig die Strömung macht es uns Anfangs etwas schwer, mit gerade mal 3 Knoten über Grund kommen wir voran, aber immerhin, wir kommen voran! Nach ca. zwei
Stunden ist es dann geschafft, wir sind auf Höhe Tarifa und haben damit das gröbste hinter uns! Gut gelaunt geht es mit einem traumhaften Sonnenuntergang nun auf den Atlantik, Kurs Madeira!
Nach Einbruch der Dunkelheit wird es nochmal spannend, zwei Tanker kommen aus der Strasse von Gibraltar und nehmen uns in die Mangel: einer links, einer rechts, beide keine 500m weit weg… das AIS
ist wie wild am piepsen, die riesigen Schiffe links und rechts wirken in der Dunkelheit noch bedrohlicher als bei Tageslicht! Wir verlangsamen die Fahrt etwas und schließlich haben auch die
„großen“ ein Einsehen und machen uns etwas mehr Platz. Der Rest der Nacht verläuft nicht minder spannend: wir passieren viele Fischer, fahren dabei fast mitten in ein großes Treibnetz hinein, das
vollständig an der Wasseroberfläche schwimmt…. Gerade noch rechtzeitig sehen wir die Mini-Schwimmkörper im Wasser liegen.
Die neue Umgebung um uns ist ebenso faszinierend wie beeindruckend: ein Sternenhimmel wie wir ihn selten erlebt haben, Wellenberge wie sie im Mittelmeer kaum zu sehen sind, dazu ein schöner
Nord-Ost Wind der Big Bully mit Rumpfgeschwindigkeit bis zu 9 Knoten durch den Atlantik pflügen lässt – absolute Traumbedingungen! Auch für die nächsten Tage sind nach wie vor gute Wetter- und
Windverhältnisse vorhergesagt, wir hoffen dass dies auch so eintrifft! Soweit unser kleiner Zwischenstand von der hohen See, viele Grüße aus dem Atlantik!!
Eure Big Bully Crew!
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Donnerstag, 22. Oktober:
Nach einer völlig ereignis- und windlosen Überfahrt nach Malaga empfangen wir Henning und Heidi zurück an Bord und mit ihnen einen ganzen Haufen neuer Ausrüstung und Köstlichkeiten von „zu
Hause“.
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So sind wir nun im Besitz einer kompletten Hochseeangelausrüstung, sprich entsprechende Angelrute, Bleigewichten, Vorfächern, Blinkern, Wobblern, dicken Angelsehnen, um auch die großen Brocken
rausziehen zu können (bis zu 50 kg!) und die dazu passenden Monsterhaken! Auf der Überfahrt nach Madeira werden wir es dann das erste Mal wagen und sind sehr gespannt auf das Ergebnis… momentan
ist Thunfischzeit, vor der Küste sind Tausende kleiner Fischerboote unterwegs und versuchen ihr Glück. Wäre doch gelacht, wenn da Nichts für uns abfallen würde!! Und, sollte es nicht klappen,
bleiben uns die Leckereien aus dem Schwabenländchen: Schupfnudeln und Maultaschen haben in den Reisetaschen ihren Weg nach Spanien gefunden und werden von uns freudig in Empfang genommen, ein
kleines Stück „zu Hause“!
Nachdem all die guten Dinge in Empfang genommen und verstaut sind, starten wir auch gleich durch in Richtung Gibraltar. Für die nächsten Tage ist ein recht massives Tief angesagt, das von Westen
angeschossen kommt. Bevor dieses an der Küste einschlägt, wollen wir um jeden Preis in Gibraltar sein! Dummerweise meldet uns die Ocean Village Marina in Gibraltar, dass vor dem nächsten Morgen
kein Platz mehr frei sei, also sind wir vorerst gezwungen zu warten. Bei Sonnenuntergang erreichen wir eine Marina, in der wir allerdings nicht bleiben: Wir brauchen weder Wasser noch Strom, der
Hafen verlangt aber 105 € für die Nacht – das ist uns entschieden zu viel!
Ankerplätze sind leider auch rar, so motoren wir erstmal weiter in die Nacht, finden aber schließlich doch noch ein Ankerplätzchen, 20 sm vor Gibraltar. Nach leckerem Abendessen (original
schwäbischen Maultaschen!) versuchen wir etwas zu schlafen, allerdings macht uns dies der Wind und Swell äußerst schwer: der Wind drückt Big Bully quer zu den Wellen, diese wiederum bringen das
Boot stark ins Rollen und dieses lässt uns wiederum lustig in den Kojen mitschaukeln… an Schlaf ist nicht zu denken! Nach 3 Stunden „Herumgerolle“ starten wir schließlich erneut den Motor und
tuckern mit langsamer Fahrt durch die Nacht in Richtung Gibraltar. Mit der Annäherung an Gibraltar entpuppt sich der unruhige Ankerplatz jedoch als glücklicher Zufall: östlich des Kaps von
Gibraltar liegen einige riesige Tanker vor Anker, die Nachts mit ihrer vollen Deckbeleuchtung ein wirklich beeindruckendes Bild abgeben. Auch der Felsen von Gibraltar wirkt noch mal deutlich
höher und imposanter, wirklich spannend! Glücklicherweise bekommen wir im Morgengrauen auch gleich einen Liegeplatz und können nun in aller Ruhe das Tief abwettern, das auf Spanien und Portugal
zusteuert.
Als wir uns eingerichtet haben und auch wieder eine Internetverbindung haben, sehen wir erst wie massiv das Tief inzwischen geworden ist. Es scheint fast so als wolle uns der Atlantik erstmal so
richtig zeigen was er kann: Windgeschwindigkeiten von 51 Knoten sind vorhergesagt und auf hoher See sind Wellenhöhen bis zu 10m! Für die nächsten 2 Tage bedeutet das für uns Abwarten und – very
british - Tee trinken.
Am Abend geht es dann auch schon los, Sturmböen lassen die Takelage zittern und Platzregengüsse füllen das Hafenbecken auf. Wir sind mehr als froh bei diesen Bedingungen nicht auf See sein zu
müssen!
Zumal wir sowieso einiges zu tun haben, ist die Wartezeit für uns nicht allzu tragisch: Für die Atlantiküberquerung soll Big Bully noch einen Radar und ein AIS System verpasst bekommen, das wir
nun in aller Ruhe installieren können. Durch diese Geräte können wir dann die Schiffe in unserer Umgebung orten und auf unserem Navigationsbildschirm darstellen lassen. Automatisch erkennt das
System auf welchem Kurs sich die anderen Boote befinden und ob sie uns gefährlich Nahe kommen oder in sicherem Abstand passieren. Sollten sie uns zu Nahe kommen ertönt ein Signal und warnt davor
– Technik die begeistert, und im Ernstfall lebenswichtig sein kann!
Neben den Basteleien bleibt natürlich auch ein wenig Zeit, um das Flair Gibraltars zu erleben und die Stadt zu erkunden. Zum ersten Mal liegt richtige „Weltumsegler“-Stimmung in der Luft: Die
meisten der anderen Yachten, die im Hafen vertäut sind, bereiten sich auf die Atlantiküberquerung vor, haben die Karibikrunde oder gar eine Weltumseglung vor sich. Auch startet die Tage die „Blue
Water Rallye“ von Gibraltar aus, viele Schiffe sind in freudiger Erwartung des Starts über die Toppen geflaggt und verbreiten entsprechend Aufbruchsstimmung. Für uns bedeutet die Regatta-Flotte
jedoch eher einen Nachteil: Sämtliche Mechaniker und Elektriker sind bis Anfang nächster Woche ausgebucht, die Installation des Radars müssen wir daher selbst in die Hand nehmen, was sich
momentan als schwieriger als gedacht darstellt…
Recht enttäuschend verläuft auch die Stadtbesichtigung Gibraltars: die Britische Kolonie bietet nicht viel außer einigen Ramsch-Läden und Pubs. Der berühmte Felsen von Gibraltar wirkt da schon
bedeutend einladender, ist momentan aber noch vollständig von Regenwolken umschlungen, folglich auch nicht wirklich attraktiv. Der Wetterbericht prognostiziert allerdings bereits für den 22.10.
abends eine deutliche Wetterbesserung und für den 23.10. bereits wieder strahlenden Sonnenschein. Und was noch viel wichtiger ist: Lediglich leichter West-Wind in der Straße von Gibraltar
anschließend drehend Nord-Ost! Daher planen wir auch am 23. durch die Straße von Gibraltar zu gehen und anschließend direkt Kurs Madeira zu nehmen, diese perfekten Bedingungen können und wollen
wir uns nicht entgehen lassen!
Bevor wir jedoch die Leinen los schmeißen, erstmal viel Spaß mit den Bildern aus Gibraltar!
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Samstag, 17. Oktober:
Nach einem letzten, abendlichen Rundgang in Moraira geht es weiter – nun wieder ohne Skip Henning und Skipteuse Heidi, die zum 80. Geburtstag von Vera (Hennings Mutter) für eine Woche nach Hause
fliegen
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Für uns heisst es Kurs Alicante, das wir auch am frühen Abend erreichen. In der großzügigen und schönen Marina von Alicante liegt man mitten im Zentrum der Stadt, zu Fuß ist also fast alles
bequem erreichbar. So starten wir am nächsten morgen noch eine ausgedehnte Runde durch Alicante, spazieren durch die Altstadt und den Stadtgarten am Fuße einer auf einem Berg gelegenen Burg und
schließen die Stadtbesichtigung mit einem stärkenden Besuch beim Mc Donald’s ab.
So geht es weiter, immer gen Süden entlang der spanischen Festlandküste. Strände wechseln sich mit etwas bergigeren Gegenden ab, die Küste ist „ganz nett“, aber definitiv nichts besonderes. Wir
übernachten im Wellenschatten hinter einer kleinen Insel, die wir „die Möveninsel“ getauft haben.
Hunderte von den Meeresvögeln umkreisen in heller aufregung den Berg, auch Nachts hören wir das lachen und kreischen. Ein Wunder dass die Büsche so grün bleiben…
Für den nächsten Tag bzw. Nacht haben wir uns eine größere Strecke vorgenommen. Da die Wetterprognose Regen und viel Wind vorhersagt wollen wir, bevor diese Front uns erreicht, in Almeria sein.
Rund 120 Seemeilen. Bei null Wind gestaltet sich dies recht langweilig: Es wird den ganzen Tag motort, zum Sundowner für 3 Stunden die Segel gesetzt, die restliche Nacht wieder motort… Trotz
langsamer Fahrt erreichen wir Almeria etwas zu früh, noch in der Dunkelheit. So entschliessen wir uns bis zum ersten Tageslicht zu warten und dann in den Hafen einzulaufen. Als es schließlich
soweit ist, erklärt uns die nette Dame vom Hafenbüro dass kein Platz mehr frei sei – der nächste Hafen sei 5 sm weiter. Na super! Glücklicherweise ist von der angesagten Wolken-, Wind- und
Regenfront noch nichts zu spüren, so geht es leicht übermüdet weiter. In Unserem Größenwahn entscheiden wir uns sogar erst den übernächsten Hafen anzulaufen, Almerimar! Dies erweist sich im
Nachhinein auch als Glücksfall: 16 € ist bisher die günstigste Übernachtung in einer Marina dieser Klasse: riesengroß, sauber, beste Versorgungsmöglichkeiten! So lässt sich die anstrengende
Nachtfahrt gut verdauen!
Heute geht es dann auch bereits wieder weiter Richtung Malaga, wo Henning und Heidi am Montag wieder zusteigen und es dann schließlich langsam ernst wird, die spannende Passage der Straße von
Gibraltar steht uns bevor!
Zunächst aber noch die Bilder der letzten Tage! Viele Grüße von Big Bully!!
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Sonntag, 11. Oktober:
Ein gemütliches Wochenende voller Spaß und guter Laune liegt hinter uns!
Nach dem Crewwechsel in Valencia sind wir nun weiter nach Moraira gezogen und besuchen hier Paco (ein langjähriger Freund von Henning) und Familie. So hatten wir in den letzten Tagen eine
landeskundliche Person an unserer Seite, waren sehr gut Tapas essen und konnten unsere Spanisch Kenntnisse aufbessern: Vamos, Salut! ;)
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Tagsüber haben wir es nie wirklich weit geschafft, aus dem Hafen von Moraira raus, 500m gegenüber wieder in die Bucht, das wars! Mit Ausnahme eines kleinen Segelausfluges mit Paco und Familie und
diversen runden auf Pacos Motorboot.
Sämtliche Fun-Sportsarten die man mit dem Motorboot ausüben kann wurden versucht: Wakeboarden, Wasserskilaufen und Tube-Riding. Bei letzterem lässt man sich auf einem aufgeblasenem Ring übers wasser
ziehen, der Rest dürfte bekannt sein.
Mit dem Wakeboarden hat es leider gar nicht geklappt, dafür beim Wasserskilaufen -nach anfänglichen Startproblemen- umso besser! Mächtig stolz haben so Henning, Leo und Christian ihre Bahnen gezogen,
nachdem es erstmal geklappt hat! Beim Tube-Riding kam dann wirklich jeder auf seine Kosten. Der Vorteil daran: man benötigt bedeutend weniger Kraft und auch die Technik ist kaum von relevanz, dafür
ist der Spaßfaktor enorm! Besonders wenn man sich irgendwann in der Kurve mit einem Salto-Mortale verabschiedet! :)
In diesem Sinne, viel Spaß mit den Bilder die dabei entstanden sind!
Einen guten Start in die Woche wünschen wir!!
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