Atlantiküberquerung
Freitag, 18. Dezember:
An unseren ersten Tagen auf Barbados sind wir vollauf damit beschäftigt uns einzuleben, zurechtzufinden und einen Überblick über die Stadt Bridgetown zu bekommen, was uns nach einigen Runden
durch die Stadt und der ausführlichen Lektüre unseres „Lonely Planet“ Reiseführers einigermaßen gelingt…
Freitag, 18. Dezember:
Damit ihr für den heutigen Logbucheintrag erstmal ein wenig in Stimmung kommt, gibts diesmal sogar ein wenig musikalische Begleitung :) Einfach die Boxen anmachen und oben auf den Play Pfeil
drücken! :)
An unseren ersten Tagen auf Barbados sind wir vollauf damit beschäftigt uns einzuleben, zurechtzufinden und einen Überblick über die Stadt Bridgetown zu bekommen, was uns nach einigen Runden durch die Stadt und der ausführlichen Lektüre unseres „Lonely Planet“ Reiseführers einigermaßen gelingt…
7 Kommentare
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#1
Bayreuth: -13°, geschlossene Schneedecke auf dem Ring, Verkehrchaos in der fränkischen Schweiz wegen starkem Schneefall...
Noch 10 Tage, dann Sonne!!! Nice Pics!!! -
#2
Eure Eindrücke machen doch sehr deutlich, dass zur Zeit "Welten" zwischen uns liegen. Hier heute morgen -16°!!!!
Liebe Grüße -
#3
nice music, maaaaaaan :)
beautyhill: -3 °C, leichter schneefall, die schneedecke wird dicker......, verkehrschaos gibts hier natürlich auch: schnee in s.h. ist doch eher eine ausnahme im dezember...
genießt die sonne und immer schön an die sonnencreme denken!!
LG -
#4
Hehe, ooohje, das klingt ja alles schwer nach WInter... morgen kommen neue Videos online!!
Soweit für heute... me godda sunburn, maaaan!! :) -
#5
Es wird wieder wärmer: Heute -4,5°C in Gundelfingen. Danke für den Vorgeschmack. Nur noch 5 Tage: Sommer wir kommen!!
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#6
Sonntag, 4. Advent: In Königsdorf -20,5 Grad, Draxlhang Lengries noch -15,5 Grad, die beiden großen Julian und Valentin hatten trotzdem Spaß beim Skifahren, Idealbedingungen, blauer Himmel, nur ein wenig kalt...
Gut, dass der Kleine zu Hause bei Papa und Oma blieb.
Die letzten Weihnachtsvorbereitungen sind angesagt, Baum aufstellen etc.
Herzliche Grüße, ich finde hoffentlich vor dem 24.12. noch Zeit für Weihnachtsgrüße
Annette und Jungs -
#7
bordeaux kurz vor weihnachten: 6 grad und regen, pöhhh!!!
euch weiterhin alles gute und TAKE CARE! 
Mittwoch, 16. Dezember 2009:
Hallo! Erstmal vielen vielen Dank für die vielen Glückwünsche, Kommentare, Gästebucheinträge und Mails in letzter Zeit!! Es freut uns riesig dass ihr uns alle so unterstützt und unsere Reise auf der Website verfolgt, es ist schön um die Freunde zu Hause zu wissen!!
Ja, wir sind angekommen und haben inzwischen den Ankerplatz vor dem Stadtstrand von Bridgetown auf Barbados bezogen! Mit Internetanschlussmöglichkeiten sieht es bisher leider sehr schlecht aus, von Bord aus geht bisher kaum etwas, in der Stadt gibt es auch so gut wie keinen Wi-fi Spot. Wir sind nun durch die halbe Stadt zurück zum Fährhafen wo die Kreuzfahrer ankommen, hier gibt es das einzige funktionierende Wi-fi das wir bisher ausmachen konnten... Etwas ärgerlich, aber damit muss man wohl leben.
Bisher können wir aber auch noch nicht allzu viel berichten, gestern haben wir eine erste Runde in der Stadt gedreht, was ein Abenteuer für sich war! Man muss sich doch erstmal daran gewöhnen dass man nun auf einem anderen Kontinent ist, und man als Weißer nun auf einmal der Exot ist!
Ein ausführlicherer Bericht mit etwas mehr Hintergrund folgt aber die Tage, zunächst haben wir Euch nochmal ein kleines Ensemble der Bilder der Atlantiküberquerung zusammegestellt! Soweit für heute, viele Grüße aus dem wilden Bridgetwon!
Henning & Christian
Montag, 14. Dezember 2009:
Tag 18 der Atlantiküberquerung
Stimmung an Bord: Erleichtert und glücklich!
Wir haben es geschafft! Wir sind heute morgen gut auf Barbados angekommen ... Sobald wir einen guten Liegeplatz und eine stabile Internetverbindung haben, gibt es ausführliche Informationen!
Viele Grüße aus der Karibik,
Henning & Christian!
9 Kommentare
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#1
Herzlichen Glückwunsch!!!!!!! Machts Euch jetzt hübsch!
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#2
Herzlichen Glückwunsch! Ein Hoch auf den Bully und die Crew ... Lebt euch gut ein!
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#3
Und nochmals herzlichen Glückwunsch!!!!!!!!!!Bin froh, dass ihr 3, Big Bully mit Crew, gut angekommen seid, gutes angewöhnen und bis bald!!!!!!!!!!
Bis dahin ein festes Drückerle -
#4
Auch von mir noch mal herzliche Glückwünsche! Bin erleichtert, dass alles geklappt hat! Trinkt nen Rumpunsch für mich mit, ihr Seebären!;)
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#5
jippijeijehhhhhh!!!!
gratuliere euch!!! wünsche euch eine tolle zeit in der karibik - bald mit family. genießt die zeit! liebe grüße
moritz, iris und werner -
#6
so und jetzt nochmal in die "aktuellen" kommentare
ooops, und grad muss ich feststellen, da hat doch jemand geburtstag gehabt. alles liebe und gute lieber henning von uns dreien. das schönste geschenk hast du dir ja selbst gemacht: die gelungene überquerung! w.
p.s.: christian, wieviele situps sind es z. zt.? :-) -
#7
Glückwunsch!!!! Da wart ihr ja doch nen Knoten schneller im Durchschnitt, als ihr anfangs gedacht habt! Muss heute in den Bergen bei minus 15°C arbeiten und denke an euch, wie ihr Cocktailschlürfend eure skorbutgeschwächten Körper wieder regeneriert!
Liebe Grüße Michael -
#8
Hallo Henning und Christian,
wir freuen uns dass Ihr gut angekommten seid auf Barbados. Wir wuenschen Euch eine tolle Zeit und freuen uns schon auf unser Treffen mit Euch.
Auch wir sind gut in FL angekommen und geniessen die Sonne und den Strand.
Lasst es Euch gut gehen, ganz viele Gruesse und bis bald !
Herbert&Birgit -
#9
hallo, glückwunsch zur überquerung.
werde meinen besten karibik-rum auspacken und einen auf euch trinken.
schöne grüße von ibiza!!
don rolando

Samstag, 12. Dezember 2009:
Tag 16 der Atlantiküberquerung
Aktuelle Position: 14° 31N; 55° 48 W
Kurs/Geschwindigkeit: 257° / 5 Knoten
Zurückgelegte Strecke: 2414 Seemeilen
Noch zurückzulegende Strecke: ca. 230 Seemeilen
Wetter / Wind: Wechselhaft / Ost-Nord-Ost, 10 Knoten
Stimmung an Bord: Nach Ankunft durstend !
Mit jedem Tag den wir uns Barbados nähern steigt die Luftfeuchtigkeit merklich an, die bereits im letzten Logbucheintrag beschriebenen Squalls werden immer häufiger. So trauen sie sich inzwischen
nicht mehr nur nachts vor die Tür, sondern treten teilweise ganz frech bereits morgens auf, wechseln sich über die Mittagsstunden nacheinander ab oder fegen nnebeneinander aufgereiht in ganzen
Gruppen über den Atlantik. Nach den jüngsten Erfahrungen mit den Freunden sind wir inzwischen deutlich aufmerksamer und defensiver unterwegs, segeln nachts meist nur unter einfach oder sogar
zweifach gerefftem Großsegel und beobachten den Radarschirmn aufmerksam. Die verminderte Segelfläche lässt uns zwar sicherer manövrieren, vermindert aber die Geschwindigkeit nur minimal. So
schaffen wir es auf einer besonders günstig anlaufenden Welle und einem satten 30 Knoten Squall im Rücken den Geschwindigkeitsrekord nochmals zu brechen. Die Logge zeigt 14,8 Knoten, das GPS 12,8
Knoten, was für ein Gefühl und was das Beste ist: der Spitzenwert wurde fotografisch dokumentiert!
Nach den diversen Geschwindigkeitsräuschen der letzten Tage kehrt nun wieder Ruhe ein, wir befinden uns nur noch 230 Seemeilen westlich von Barbados und beginnen langsam den Landeanflug. Wenn wir
weiterhin mit voller Besegelung fahren würden kämen wir bei durchschnittlicher Geschwindigkeit voraussichtlich Sonntag Abend an, allerdings wohl leider erst nach Einbruch der Dunkelheit. Da wir
aber nach guten zwei Wochen auf See bei der Ansteuerung auf Barbados unbedingt auch etwas sehen wollen, haben wir uns entschlossen Geschwindigkeit heraus zu nehmen, sprich die Segelfläche zu
verkleinern und die Ankunft auf Montag früh zu timen. Wir haben es also wirklich bald geschafft - um ehrlich zu sein reicht es uns auch langsam von der ewigen Schaukelei!
So langsam sehnen wir uns wieder nach etwas festem Boden unter den Füssen, einer ungestörten Nachtruhe ohne ständig von einer Seite auf die andere gerollt zu werden
immer wieder denken wir beim
Frühstück an Fahrtensegler die Non-Stop die Welt umsegelt haben und dafür ein volles Jahr ohne Unterbrechung auf See waren. Oder wir denken an die rudernden Kollegen die wir auf Gomera getroffen
haben und die geschlagene 2 Monate für die Atlantiküberquerung benötigen es war uns ja eigentlich schon davor klar, aber nach den Erlebnissen der letzten zwei Wochen sind wir uns einiger als
jemals zuvor: das wäre definitiv nichts für uns!!
Da lassen wir unsere Atlantiküberquerung doch lieber gemütlich ausklingen, lassen uns die letzten Meilen gemächlich von der lediglich halb ausgerollten Genua in Richtung Barbados treiben und
träumen noch wenig von den ersten Rum -Punschs unter Palmen!
In diesem Sinne, soweit für heute
, sobald wir gut auf Barbados angekommen sind und der Anker gefallen ist werden wir natürlich umgehend Bericht erstatten!
Bis dahin, ein schönes Wochenende und einen guten Start in die Woche, Henning & Christian!
5 Kommentare
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#1
Nachträglich alles Gute zum Geburtstag! Wir drücken Euch die Daumen, dass es morgen mit der Ankunft in der Neuen Welt klappt.
Burgel und Klaus -
#2
Hallo Ihr Lieben,
wir freuen uns, dass alles so gut klappt und grüßen Euch herzlich aus dem frostigen Niedersachsen!
Bis bald! -
#3
Hallo liebe Freunde,
schön dass es Euch gut geht. In Gedanken waren und sind wir immer bei Euch. Henning Dir noch herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag. Wir haben Deiner am 10. gedacht. Nach dem bei uns das Wasser als Schnee herunterkam, liegt auch die erste
Pulverschneetour hinter uns.
Herzliche Grüße, machts gut wie gewohnt. -
#4
Lieber Henning,
herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, alles Liebe und Gute aus dem tiefverschneiten Bayern, Glück und Gesundheit wünschen wir Dir. Ich bin erst heute dazugekommen, mich über Eure Erlebnisse upzudaten und freue mich, dass Ihr in wenigen Stunden wohl da seid - ein echter Wahnsinn.
Wir (J+A) haben dahingegen unseren ersten Skitag hinter uns, in Seefeld laufen schon die Lifte.
LG
Annette und Jungs
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#5
ooops, und grad muss ich feststellen, da hat doch jemand geburtstag gehabt. alles liebe und gute lieber henning von uns dreien. das schönste geschenk hast du dir ja selbst gemacht: die gelungene überquerung! w.
p.s.: christian, wieviele situps sind es z. zt.? :-) 
Mittwoch, 09. Dezember 2009:
Tag 13 der Atlantiküberquerung
Aktuelle Position: 15° 53N; 47° 40W
Kurs/Geschwindigkeit: 260° / 9 Knoten
Zurückgelegte Strecke: 1915 Seemeilen
Noch zurückzulegende Strecke: ca. 720 Seemeilen
Wetter / Wind: Sonnig / Ost-Nord-Ost, 23 Knoten
Stimmung an Bord: Nach wie vor wunderbar!
Weitere drei Tage seit dem letzten Logbucheintrag sind vergangen und wir sind unserem Ziel, Barbados, ein beträchtliches Stück näher gekommen! Die guten Bedingungen bleiben uns seit Sonntag treu,
der Passat erreicht Höchstform und lässt uns selten mit weniger als 7 Knoten über den Atlantik jagen, was für ein Segelerlebnis!!
Sogar der aktuelle Speedrekord von Big Bully ist geknackt worden: Die ersten kräftigeren Böen eines nächtlichen Regenschauers (so genannte Squalls), gepaart mit einigen kräftigen Wellen ergaben
14 Knoten Speed durchs Wasser! Ein stolzer Wert auf den wir allerdings gerne verzichten würden wenn wir damit die sonstigen Unannehmlichkeiten, die ein solcher Squall mit sich bringt vermeiden
könnten.
Diese relativ kleinen, örtlich sehr begrenzten Regenfronten entstehen nach unserer Beobachtung besonders häufig in der Nacht und werden eine immer häufiger werdende Erscheinung je weiter man gen
Westen vorankommt. Bereits vor einigen Tagen hatten wir die ersten intensiven Regenfronten, bis vor zwei Tagen führten sie jedoch nie wirklich Wind mit. Das ändert sich nun schlagartig. In den
letzten beiden Nächten kämpften wir jeweils mit Böen von bis zu 35 Knoten, nehmen die Fronten anfangs noch nicht ernst genug, reffen daher zu spät bzw. haben beim rechtzeitigen Reffmanöver
wirklich Pech, es läuft schief was nur schief laufen kann und es verheddert sich was sich nur irgendwie verheddern kann. So verbringen wir in den Nächten Stunden damit, die Segel wieder zu
klarieren, diverse Schoten und Falle voneinander zu trennen bzw, wieder vom Vorstag zu "enttörnen".
Das tückische an den Regenzellen ist, dass man ihre dunklen Regenwolken bei Nacht, besonders wenn der Mond noch nicht aufgegangen ist, kaum ausmachen kann. So pirschen sich die Dinger heimlich
von hinten an um dann vom einen Moment auf den anderen auch schon los zu schlagen. Das Radar hilft zwar sehr bei der Lokalisierung der Regenfronten, diese erzeugen ein recht deutliches Echo auf
dem Monitor, dennoch verrät es leider nicht ob und wie viel Wind hinter den Fronten steckt. Glücklicherweise ist ein solcher Squall nicht nur örtlich recht begrenzt, sondern auch zeitlich. Wenn
man sich also in seiner Zugbahn befindet und es los geht, ist der Spuk erfreulicherweise nach rund 5 - 10 Minuten wieder vorbei.
So schaffen wir es am Ende immer wieder ganz gut, einzig und allein das Spinnakerfall hatte sich beim letzten Squall dieser Nacht dermaßen vertüdelt, dass uns nichts anderes übrig blieb als es
kontrolliert ausrauschen zu lassen um mehr Lose reinzubekommen, die Gelegenheit nutzt das vermaledeite Fall natürlich, reißt sich los und rauscht durch den Mast - weg isses! Und wieder mal
beweist sich: what can go wrong, will go wrong!
Auch tagsüber müssen wir teilweise eingreifen: immer wieder finden wir Stellen am Tauwerk an denen sich die andauernde Belastung bemerkbar macht, müssen daher das Tauwerk manchmal ein wenig
umlenken und sogar einen größeren Eingriff am Großbaum-Lümmelbeschlag vornehmen um eine notorische Problemstelle zu entschärfen. Hier war bereits zum zweiten Mal die Reffleine fast
durchgescheuert - wir haben dann doch genug davon, flexen und feilen kurzerhand das zu kleine Leinenaustrittsloch auf.Gar nicht so einfach solch eine Aktion an Deck unter den herrschenden "bumpy
conditions"!
Naja, so viel zu den eher negativen Begleiterscheinungen der Atlantiküberquerung, die glücklicherweise bei weitem von schönen Erlebnissen aufgewogen werden. So bekommen wir beispielsweise
überraschenden Besuch eines Reiher ähnlichen, weißen Vogels der sich eine Weile an Deck vom vielen Flattern erholt. Vögel an Bord sollen ja nach einem alten Seglersprichwort Glück bringen. Also
verzeihen wir dem Flattermann sogar dass er sich einmal auf das Deck erleichtert, gönnen ihm die Pause und erfreuen uns mit ihm an den - wir können es nicht häufig genug beschreiben und müssen es
daher auch diesmal wieder tun - traumhaften Bedingungen: Sonnenschein, 20 Knoten Wind und satte Welle aus achtern, Big Bully pfeift auf jeder Woge mit 7 - 9 Knoten dahin. Wir versuchen die
Bedingungen nicht nur jedes mal wieder bestmöglich mit Worten zu beschreiben um sie greifbar zu machen, sondern sind auch seit Tagen damit beschäftigt sie fotografisch und mit Video zu
dokumentieren - haben aber immer wieder den Eindruck, dass die Aufnahmen die Situation dennoch nicht so richtig einfangen können, hoffen aber Euch den bestmöglichen Einblick zu gewähren. Als
kleinen Eindruck vorab daher ein paar Bilder des bewegten Atlantiks!
Eine schöne Restwoche euch allen! Henning & Christian
7 Kommentare
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#1
Hi Skip,
auch wennstes net hören kannst da draußen auf dem Atlantik: *Tusch und Fanfare* ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!!!!!! *Applaus*
Lass dich reich beschenken, so paar Seemeilen extra dürften schon drin sein. Oder wie wärs mal mit nem Fisch??? Nicht so was Kleines wie letztens sondern mal was Größeres... Und Sonne habt ihr ja sowieso.
Freuen uns schon auf den 26. wenns losgeht! zur Einstimmung könnt ihr heute ja schonmal mit dem ersten Rum anstoßen...
Martin und Claudi
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#2
Lieber Henning, alles Liebe zum Geburtstag. Wir wünschen Dir von Herzen alles,alles Gute fürs neue Lebensjahr. Bleib gesund und viel Glück. Wir verfolgen Euren Weg hier im nassen und kalten Neu-Ulm täglich und würden manchmal gern bei Euch sein.Herzliche Grüsse, Deine Eltern
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#3
Hallo Henning,
Was für ein Ort, um in ein neues Lebensjahr zu gleiten. Wir wünschen dir dabei alles, alles Gute und Neptuns Segen für den Rest der Reise. Aus dem Tage genießen kommst du momentan ja gar nicht heraus, dennoch ist heute wieder ein ganz Besonderer. Wir erwarten hier den ersten Wintereinbruch und werden heute Abend bei einem Aalessen auf deine Wohl anstoßen. Bleibt munter und gesund und haltet uns auf dem Laufenden.
Tschüß euch Beiden, liebe Grüße aus Visbek
-
#4
Lieber Henning,
herzlichen Glückwunsch von uns Paulsträßlern zu Deinem Geburtstag: Alles Gute und allzeit die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel! Offensichtlich geht es Euch wunderbar und ihr genießt das Dolce Far Niente in vollen Zügen - wir drücken die Daumen, dass es so bleibt, weit weg von Betriebswirtschaft, Bankenaufsicht, Betriebsprüfung...
Herzliche Grüße vom Donaustrand, Petra + Jochen -
#5
Lieber Henning,
auch von mir ganz herzliche Grüße, alles Gute zu deinem Wiegenfeste und laß Dich ganz feste drücken!
Ich hoffe Eure Überquerung läuft weiterhin gut und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen auf Barbados.
Viele Bussis Heidi -
#6
Einen dicken Geburtstagskuss aus Berlin, Hannover und Bremen! Wir denken an euch zwei und wünschen euch alles Gute!
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#7
alles Gute zum Geburtstag und kommt gut dort drüben
an! Sascha hat zwar gestern auch Geburtstagsgrüße
an Dich gemailt, ich kann sie aber hier nicht finden. Herzliche Grüße von der ganzen Familie. 
Sonntag, 06. Dezember 2009:
Tag 10 der Atlantiküberquerung
Aktuelle Position: 18° 25N; 38° 57W
Kurs/Geschwindigkeit: 243° / 7.5 Knoten
Zurückgelegte Strecke: 1420 Seemeilen
Noch zurückzulegende Strecke: ca. 1200 Seemeilen
Wetter / Wind: Sonnig / Nord-Ost, 20 Knoten
Stimmung an Bord: Wunderbar
Hohoho! Von drauß´ vom Atlantik da kommen wir her, wir müssen Euch sagen, es Weihnachtet sehr! Naja, um ehrlich zu sein entspricht dies nicht ganz der Wahrheit, bei 27 Grad Lufttemperatur und
Sonnenschein will keine so richtig weihnachtliche Stimmung aufkommen. Wir scheinen das letzte Jahr aber brave Jungs gewesen zu sein, der Nikolaus erfüllt uns unsere Wünsche und schickt uns nach
einigen relativ schwachwindigen Tagen wieder satte 20 Knoten Wind in die Segel, dazu die inzwischen üblichen Begleit-erscheinungen: Blauer Himmel, dazu kleine Wölkchen und eine stattliche, aber
angenehm abzureitende Welle.
Wir kommen gut voran, feiern am Samstag den 5. Dezember bereits Bergfest, sind momentan also bereits in der zweiten Hälfte der Atlantiküberquerung! Barbados nähert sich in kontinuierlichen
Schritten, das durchschnittliche Tages-Etmal liegt bei rund 150 Seemeilen, das ist ganz ordentlich! Sollten die Bedingungen so gut bleiben - wonach es momentan aussieht - rechnen wir mittlerweile
mit einer Gesamtreisedauer von lediglich 18 - 19 Tagen anstatt der vorab grob geschätzten 22 - 23 Tage, könnten also bereits um den 14. /15. Dezember Barbados erreichen!
Sonst ändert sich über die Tage recht wenig, abgesehen von einem Austausch der Reffleinen. Durch die ständigen Bewegungen des Segels, speziell an den windärmeren Tagen, war die Leine schlichtweg
durchgescheuert. Der sonstige, "normale" Tagesablauf ist inzwischen recht eingespielt. Christian nutzt die Zeit und bearbeitet das Videomaterial, das in den letzten Monaten aufgelaufen ist. Nach
der Ankunft in der Karibik wird es also endlich auch wieder Nachschub in der Rubrik "Videos" geben!
Wir hoffen dass auch eure Wünsche vom Nikolaus erhört wurden und wünschen einen guten Start in die neue Woche!
Hohoho, die Big Bully Nikoläuser!
3 Kommentare
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#1
Hallo ihr Nikoläuser. Wir sind so froh,daß es Euch
gut geht, und ihr bei den klssebedingungen so toll
vorankommt. Ann-Kathrin ist in Gedanken schon in
Grenada, sie hofft auf ein Sylvestertreffen mit Euch. Vielleicht könnt ihr zum Jahreswechsel nach
Grenada segeln. Sie wäre glücklich.
Weiterhin toi toi toi-- liebe Grüsse, Eure Alten. -
#2
Hey ihr zwei Seebären!
Jetzt waren die zwei doch schneller als ich ;) Aber stimmt ja- ich freu mich unglaublich auf die drei Monate Karibik. Bin hier schon mächtig am planen und organisieren. Ich weiß ja nicht wie eure Pläne über Silvester aussehen, noch kann ich die Strecke zwischen Barbados und Grenada einschätzen. Fest steht jedenfalls, dass ich hier am 28 ab Frankfurt losfliege und dann über Silvester in St George`d zu finden sein werde- vielleicht habt ihr ja Lust zu kommen ;)
Lasst euch fest umarmen
Anka -
#3
ps: gibt´s eigentlich was, was ich auf keinen Fall vergessen darf einzupacken (mal abgesehen von Sonnenbrille, Creme und Bikini...) ?!

Mittwoch, 02. Dezember 2009:
Tag 6 der Atlantiküberquerung
Aktuelle Position: 21° 7N; 29° 36 W
Kurs/Geschwindigkeit: 235° / 6 Knoten
Zurückgelegte Strecke: 830 Seemeilen
Noch zurückzulegende Strecke: ca. 1700 Seemeilen
Wetter / Wind: Sonnig, Häufchenwolken / Ost-Nord-Ost 10- 15 Knoten
Stimmung an Bord: bestens, wenn auch inzwischen ab und zu etwas Langeweile aufkommt.
Inzwischen sind wir fast eine Woche auf See, die Bananen sind aufgegessen, einige Zitronen bereits aufgrund von Schimmelbewuchs über Bord gegangen und die ersten Paprikas und Tomaten zeigen
Anzeichen von Seekrankheit
ist aber nicht weiter tragisch, unsere Vorräte sind großzügig bemessen!
Seit dem letzten Bericht haben uns leider die Besucher verlassen: weder Delfine,andere Segler, noch Tanker oder sonstige Frachtschiffe kamen auch nur in unsere Nähe, das AIS System schweigt
beharrlich. Die einzigen Ausnahmen, die für ein wenig Abwechslung sorgen sind vereinzelte Möwen und fliegende Fische. Letztere werden immer wieder durch Big Bully aufgeschreckt, tauchen dann
fluchtartig neben uns aus dem Wasser auf um möglichst schnell das Weite zu suchen manch einer verirrt sich in seiner kopflosen Flucht jedoch auch ein wenig und landet direkt an Deck, wo er von
uns wiederum freundlich zurück ins Wasser komplimentiert wird, zum Essen taugen die kleinen Dinger leider nicht.Das Fischen klappt übrigens nach wie vor nicht besonders gut
inzwischen haben wir
einen weiteren Köder durch ein weiteres gerissenes Vorfach verloren entweder sind die Fische zu stark, Big Bully zu schnell, das Angelequipment oder aber wir als Angler taugen nichts
Inzwischen ist an Bord ein recht regelmäßiger Alltag eingekehrt: Gegen 9/10 Uhr wird gefrühstückt, was sich manchmal auch bis 12 Uhr hin ziehen kann. Danach, oder manchmal auch bereits davor,
kommt die alltägliche Salzwasserdusche, Körperpflege muss sein! ;) Anschließend ist ein wenig Faulenzen angesagt
entweder ein kleines Mittagsschläfchen, lesen, Ukulele spielen, Spanisch lernen
oder einfach aufs Meer starren je nach Gusto. Zum Spätnachmittag hin wird dann meist ein kleines Schachspiel ausgefochten, bevor es gegen 17- 18 Uhr bereits wieder ans Kochen geht aus
stromspartechnischen Gründen versuchen wir das Kochen noch bei Tageslicht über die Bühne zu bekommen. Rechtzeitig zum Sundowner ist so meist das Dinner bereitet und wir genießen sowohl den
Sonnenuntergang wie das Big Bully Bordmenu.
In der Nacht kommt man sich hier auf dem Atlantik derzeit vor wie im Hochsommer in Schweden es wird einfach nicht dunkel! Im Moment in dem die Sonne im Meer versinkt steht der Vollmond bereits
so hoch am Himmel dass es fast taghell bleibt! Auch zum Sonnenaufgang steht der Mond noch so hoch am Himmel dass man sich mit seinem Buch lediglich umdrehen muss, um die Beleuchtung von
Mondschein auf Morgensonne umzustellen. Einerseits ermöglicht dies natürlich der derzeitige,absolute Vollmond, andererseits macht sich inzwischen auch bereits die Strecke die wir gen Westen
gemacht haben bemerkbar. So war vor einigen Tagen bereits schon um 18 Uhr Sonnenuntergang und der Mond verschwand so gegen 4 5 Uhr morgens. Nun verabschiedet sich die Sonne bereits rund eine
Stunde später und wechselt sich wie gesagt mit dem Mond ab!
Wie ihr seht sind wir in den letzten Tagen also gut vorangekommen! Kein Wunder bei den nahezu perfekten Bedingungen: Fast durchgehend trieb uns der rund 17 20 Knoten starke Passatwind aus
nahezu gleichbleibender Richtung über die Wogen, seit rund 3 Tagen stehen die Segel unverändert. Big Bully machte die Welle runter häufig über 9 Knoten Speed over ground! Der bereits erwähnte
Vollmond, die kleinen Passatwölkchen und der Sonnenschein tagsüber machen das Segeln zu einem wahren Genuss!
An den Wetterbedingungen gibt es derzeit erfreulicherweise auch kaum eine Änderung, lediglich der Wind hat ein wenig nachgelassen, schiebt uns aber immer noch mit guten 5 6 Knoten voran, wir
können also nach wie vor recht zufrieden sein und sind dies auch.
Soweit die News aus dem Atlantik, wir hoffen auf dem Festland läuft es ähnlich rund wie auf Big Bully! Bis zum nächsten Mal, schöne Adventstage auch, und vergesst nicht die Kalender-Türchen
aufzumachen!
Viele Grüße, Henning und Christian!
1 Kommentar
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#1
Hallo Henning & Chris,
bin schon gespannt was Ihr zu erzählen habt Anfang Januar. Weiterhin allzeit gute Fahrt und gutes Wetter !
Herzliche Grüße
Herbert 
Sonntag, 29. November :
Tag 3 der Atlantiküberquerung
Aktuelle Position: 24° 15N; 21° 49W
Kurs/Geschwindigkeit: 245° 6 Knoten
Zurückgelegte Strecke: 360 Seemeilen
Noch zurückzulegende Strecke: ca. 2200 Seemeilen
Wetter/Wind: Sonnig, kleine Schönwetterwolken / Nord-Ost 15- 17 Knoten
Stimmung an Bord: Sehr gut! ?
Um schon mal das Wichtigste vorweg zu nehmen: uns geht es hervorragend und die Atlantiküberquerung hat sich bestens angelassen, es könnte kaum besser sein, lediglich die Bananen sind bereits alle
reif und müssen vernichtet werden! Aber nun erstmal eins nach dem anderen.
Leicht verspätet starten wir am Donnerstag, dem 26. November gegen 18 Uhr zur Atlantiküberquerung. Zunächst verzögerte die last-minute Installation eines Hochleistungs-Ladereglers die Abfahrt,
dann müssen wir an der Tankstelle auf den Tankwart warten, der zunächst einige der verrückten Ruderboote ins Wasser krant, bevor er sich um uns kümmert. Davon lassen wir uns jedoch nicht beirren
-schließlich spielt es bei einer Reisezeit von rund 3 Wochen wohl kaum eine Rolle ob man 5 Stunden später oder früher los kommt- und starten in aller Ruhe in die Dämmerung hinein. Prompt werden
wir für den beherzten Absprung mit einem schönen NO-Wind belohnt, der uns in die Nacht hinein begleitet, leider aber gegen 3 Uhr in der Früh doch einschläft. Die Segel schlagen in der Dünung zu
sehr, wir bergen sie und motoren ein Stück, in der Hoffnung etwas weiter südlich, ausserhalb der Abdeckung La Gomera`s auf bessere Windbedingungen zu stoßen. Während der Maschinenlaufzeit erweist
sich auch die Installation des Hochleistungsladeregler als lohnenswert: die Bordbatterien werden deutlich schneller und effektiver geladen, erreichen aufgrund der höheren Ladeendspannung einen
optimalen Ladezustand. Unseren Generator können wir so wohl in den nächsten Wochen unter Deck lassen und die Batterien durch die wesentlich geräuschärmere Bordmaschine laden. Nach einer ruhigen
Nacht frischt der Wind am Freitagmorgen wieder auf, mit proppevoll geladenen Akkus setzen wir wieder die Segel und düsen den ganzen Tag mit ausgebaumter Genua bei guten 5 Knoten Fahrt gen
Süd-Süd-West.
Auch in der Nacht steht der Wind erfreulicherweise gut durch und begleitet uns auch in den Samstag hinein! Wir sind überglücklich, besser könnte es bisher nun wirklich kaum laufen! Binnen fünf
Minuten am Samstagmittag ändert sich die Situation jedoch schlagartig: Eine "Patenthalse" (ungewollte Halse) die unsere Windsteuerungsanlage nicht rechtzeitig verhindern kann und das Großsegel
back stehen lässt (d.h. das Schiff dreht sich soweit dass der Wind nicht mehr von hinten in das Großsegel bläst, sondern nun von vorne) ist der Auslöser der kleinen Unglückskette. Das ungewollte
Manöver hat normalerweise die Konsequenz, dass das Großsegel mit Großbaum von der einen Seite auf die andere gefetzt wird, was alles andere als gut fürs Segel ist und, davon mal abgesehen, jede
Person die sich in der Zugbahn des Segels befindet ordentlich von den Beinen fegt. Dies wird jedoch zunächst vom "Bullenstander" verhindert, den wir extra für diesen Fall gesetzt haben. Der
Bullenstander ist ein dickes Tau, das das Segel im Falle einer Patenhalse am Hinüberrauschen hindert. Funktioniert normalerweise eigentlich, in diesem Fall aber leider nur eigentlich. Der Druck
im Segel wird so groß dass das Teil des Großbaumendbeschlages an dem wir den "Bullenstander" befestigt hatten einfach abreißt, dem Segel freie Fahrt lässt und Vollgas von Steuerbord (rechts) nach
Backbord (links) ausrauschen lässt. Glücklicherweise waren wir dabei jedoch sicher im Cockpit in Deckung, Glück gehabt! Als wir die Situation gerade wieder einigermaßen im Griff haben rauscht auf
einmal unsere Angel aus und in der Heckwelle von Big Bully zappelt es heftig wir haben einen Fisch an der Angel!! Aufgeregt lassen wir alles stehen und liegen und springen an die Angelschnur,
ziehen ein paar mal und nehmen den Kampf auf, der nach einem kräftigen Ruck allerdings auch genauso schnell wieder vorbei ist wie er angefangen hatte. Das Miststück von Fisch sprengt doch glatt
den Verbinder am Drahtvorfach, trennt damit den Wobbler von der Angelleine! In ca. 50 Meter Entfernung sehen wir den wirklich ansehnlichen Fisch rund 2m wild zappelnd auf dem Wasser hüpfen - da
fliegt unser Abendessen durch die Luft!... und taucht im nächsten Moment mitsamt Wobbler in die Tiefen des Atlantiks ab.
Nach dieser Enttäuschung widmen wir uns wieder unserem Problem mit dem Großsegel, bergen erstmal alle Segel und stellen bei dieser Gelegenheit fest, dass sich das Großfall (das Tau mit dem das
Großsegel in den Mast hoch gezogen wird) bereits nach den 2 Tagen unter Segeln am oberen Einlass in den Mast aufgescheuert hat. Binnen fünf Minuten haben wir also den Bullenstander gesprengt,
einen Angelwobbler verloren und feststellen müssen, dass unser Großfall bereits beschädigt ist, wenn auch nicht allzu doll. Alles Meckern hilft aber nichts, so verbringen wir also den Nachmittag
unter Motor mit Bastelarbeiten. Henning kümmert sich um eine neue Befestigung für den Bullenstander, Christian kümmert sich um das Problem mit dem Großfall, schert die Reffleinen um so dass wir
nunmehr unter minimal verkleinertem Großsegel weitersegeln können, was kaum Geschwindigkeitsverlust bedeutet, dafür aber das Fall nicht mehr scheuern lässt. Gegen Spätnachmittag haben wir soweit
wieder alles behoben, ein neuer Köder mit neuem Vorfach ist ausgebracht und glücklicherweise steht auch der Wind nach wie vor durch! Während der Reparaturarbeiten sichten wir zum ersten mal auf
der Atlantiküberquerung ein anderes Segelboot und unterhalten uns gegen Abend ein wenig mit den Nachbarn über Funk, eine nette Abwechslung und eine aufmunternde Erkenntnis: auch der Skipper
dieser Yacht hat bereits Probleme mit dem Großfall gehabt und ist nunmehr nur unter Genua unterwegs um das Großsegel nicht zu riskieren - andere kämpfen also mit ähnlichen Problemchen! Unter
besten Segelbedingungen und nun auch bester Segelaufstellung geht es durch eine vom Mond hell erleuchtete Nacht und in einen schönen Sonntagmorgen!
Das Glück scheint zurückgekehrt! Beim Frühstück erreicht uns auch noch eine verspielte Delfinfamilie, die sich bereits in größerer Entfernung durch 3-4 Meter hohe Sprünge ankündigt, alsbald wie
kleine Torpedos durch die Wellen auf uns zugeschossen kommt und sich eine Weile an unserem Bug vergnügt, immer wieder eine wahre Wonne, den flinken Meeressäugern bei ihrem Spiel zuzusehen! Wir
kommen gut voran und erreichen gegen Sonntagmittag bereits einen der wichtigsten Punkte auf der Atlantiküberquerung, den "Turning Point" an dem es von Generalkurs Süd, in Richtung Kapverden auf
Generalkurs West, in Richtung Karibik geht! Auf genau 24° 16 N; 21° 48 W drehen wir eine Schleife, kontrollieren nochmals das Großfall (ohne weitere Scheuerstellen feststellen zu müssen) und
"schiften" die Segel jeweils auf die andere Seite. Wir befinden uns inzwischen in der Passatwindzone und haben perfekte Bedingungen mit inzwischen recht stabilem Nord-Ost Wind, Sonne und kleinen
Schäfchenwolken am Himmel. Bisher läuft es also wirklich prima und mit etwas Glück können wir nun wohl die Segel für eine ganze Weile so stehen lassen, uns entspannt zurücklehnen und die Fahrt
gen Westen genießen. Zumindest momentan sieht es dafür sehr gut aus und auch für die nächsten Tage sind stabile Wetterverhältnisse vorhergesagt! Wollen wir hoffen dass diese auch so
eintreffen!
In diesem Sinne, viele Grüße aus dem Atlantik, die Big Bully Mannen Henning und Christian!
4 Kommentare
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#1
Hallo Ihr Seebären,
Wir freuen uns ,dass es Euch gut geht. Eigentlich
haben wir nichts anderes erwartet!
In Ulm fängt es an zu schneien. Ihr habt sicher
momentan die bessere Situation.
Wir wünschen Euch weiterhin alles Gute.
Herzliche Grüße aus dem schmutteligen Ulm
Irene und Eberhard -
#2
Gruezi,
eine gute Überfahrt euch beiden!! Und immer eine Handbreit.. (das ist auf dem Atlantik ohnehin gewiss).
Viele Grüße aus Blaubeuren
Foffe -
#3
Ihr alten Raser, wenn ihr so weiter macht, dann seit ihr ja bereits in 10 Tagen drüben. Wir kommen aber trotzdem erst am 26.! Ätsch *grins*
Grüße aus Bayreuth -
#4
wirklich interessant Eure Seite, und vor allem die Atlantiküberquerung.
Ich bin schon gespannt auf neue Berichte, und vor allem auf die aus der Karibik.
:)
Grüße aus Bayreuth 
Donnerstag, 26. November:
Nach den vielen Wandertouren und geschlagenen 4 Wochen ohne auch nur einen schönen Segeltag wird es in den nächsten Wochen wieder deutlich luftiger um die Nase! Es geht über den Atlantik!!!
Bilder 26. November_2.zip
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3 Kommentare
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#1
Olla Olla Olla,
wünsche Euch eine Überquerung ohne unvorhergesehne Schwierigkeiten ... Mast und Schotbruch!!!!
Liebe Grüße aus Stuggy
Nick -
#2
Ola! :)
Merci, werden wir hoffentlich haben! Die Abfahrt hat sich etwas verzögert, wie das immer so is vor größeren Reisen... nuja, gleich gehts los!
Grüße auch an Bella und die die Eltern!! -
#3
Hallo,
jetzt bin ich mit den guten Wünschen wohl einen Tag zu spät dran und Ihr seid schon losgesegelt.
Trotzdem wünschen wir Euch eine glückliche Überfahrt ohne Komplikationen, möge der liebe Gott ein Auge auf Euch haben.
Weihnachten in der Karibik klingt verlockend..
Annette 