Die Entscheidung zum Kauf von Big Bully und die Durchführung des „Überführungstörns durch Mittelmeer und Karibik auf Kurs Kiel“ auf Big Bully entstand ursprünglich aus dem langjährigen Traum von Henning, einmal eine Weltumsegelung auf eigenem Kiel zu unternehmen, bzw. einmal für eine längere Zeit an an Bord des eigenen Schiffes zu leben.
Im Laufe der Jahre wurden diverse Überlegungen angestellt, wie man diesen Traum realisieren könnte. Auf die endgültige Version, wie sie nun auch umgesetzt wurde, brachte uns unter anderem das Buch von Mathias und Helmut Hillebrand: Traumkurs Transatlantik. Das Buch erzählt die Geschichte Ihrer Reise von Hamburg aus in die Karibik und zurück, Vater und Sohn gemeinsam, auf eigenem Kiel.
Unter den uns gegebenen Umständen erwies sich die „Vater-Sohn Kombination“ schnell als die am ehesten realistische: Christian, als inzwischen ebenso begeisterter Segler wie sein Vater, musste verständlicherweise nicht lang überzeugt werden und auch ein möglicher Zeitrahmen war schnell gefunden: Unmittelbar nach Christian’s Studiumsabschluss, im Juni 2009, vor dem Start in das eigentliche „Berufsleben“.
Vater Henning und Sohn Christian wechselten sich während der Reise in der Rolle als Skipper ab und ergänzten sich prima: auf den „open-sea-Strecken“ waren beide an Bord, Heidi, sowie Martin &
Claudia gesellten sich so häufig wie es Möglich war mit dazu.
Um auch die Jugend ans Ruder, und Ihre ganz eigenen Erfahrungen und Erlebnisse machen zu lassen, klinkte sich Henning zwischnedurch aber auch immer mal wieder aus und unterstützte Heidi zu Hause.
Währenddessen war Christian mit Freunden und Bekannten an Bord und bildete eine „Jungmannschaft“, für Segler-Nachwuchs will schließlich gesorgt sein!
Die Dauer der Reise wurde auf anderthalb Jahre begrenzt, schließlich sollte auch Christian irgendwann in das Berufsleben einsteigen, außerdem bringt die Reise natürlich auch nicht ganz unerhebliche Kosten mit sich…
Nachdem im Herbst 2007 für „den nötigen Untersatz“ gesorgt war und sich in der Grand Harbour Marina auf Malta ein vorläufiger Liegeplatz für die Saison 2008 auffinden ließ, stand schließlich auch der Startpunkt für den Törn fest: Malta!
Nun galt es für den vorgegeben Zeitraum eine möglichst große, aber noch angenehm zu bewältigende Tour zu finden, was im großen und ganzen auf die im folgenden dargestellte Strecke führte:
Von Malta gingt es zunächst gen Osten, über Korfu und Lefkas durch den Kanal von Korinth nach Athen. Nachdem das Cap Suonion gerundet war ging es nördwärts in die Sporadischen Inseln von wo aus es wieder östlich weiterging, in die Türkei, nach Kusadasi. Von hier aus ging es südlich entlang der Türkischen Festlandküste bis nach Antalya, was der östlichste Wendepunkt unserer Reise sein sollte. Von hier aus ging es wieder zurück, über Rhodos, Karpathos, und Kreta nach Malta. Auf dem Weg in den Westen wurden Sardinien und anschließend auch die Balearen passiert, in Valencia erreichten wir schließlich wieder Festland. Über die Straße von Gibraltar ging es dann auf den Atlantik, wo zunächst Madeira angelaufen wurde. Von den Canaren, genauer La Gomera starteten wir schließlich auf unsere erste Atlantiküberquerung, auf Barbados war der erste Karibische Landfall.
Während unserer Zeit in der Karibik wirdmeten wir uns ausschließlich den Antillen , von Grenada bis zu den British Virign Islands, von Tortola (Beef Island) aus ging es dann wieder zurück in Richtung Azoren. Von hier aus ging es direkt nach Falmouth, , durch den Englischen Kanal über Helgoland schließlich in den Nord-Ostsee Kanal, vorbei an Hamburg und schließlich kam Big Bully am 23. Juli 2010 in KIEL.SAILING CITY an!
Hier in Kiel hat Big Bully nun in Schilksee sein neues zu Hause gefunden und wird nun in den nächsten Jahren vorerst die Ostsee erkunden und uns sicherlich noch viele schöne Stunden bescheren!