Über... unser Vorhaben
Die Idee für den „Überführungstörn“ auf Big Bully entstand ursprünglich aus dem langjährigen Traum von Henning, einmal eine Weltumsegelung auf eigenem Kiel zu unternehmen, bzw. einmal für eine längere Zeit an an Bord des eigenen Schiffes zu leben.
Im Laufe der Jahre wurden diverse Überlegungen angestellt, wie man diesen Traum realisieren könnte. Auf die endgültige Version, wie sie nun auch „durchgeführt“ wird, brachte uns unter anderem das Buch von Mathias und Helmut Hillebrand: Traumkurs Transatlantik. Das Buch erzählt die Geschichte Ihrer Reise von Hamburg aus in die Karibik und zurück, Vater und Sohn gemeinsam, auf eigenem Kiel.
Unter den uns gegebenen Umständen erwies sich die „Vater-Sohn Kombination“ schnell als die am ehesten realistische: Christian, als inzwischen ebenso begeisterter Segler wie sein Vater, musste verständlicherweise nicht lang überzeugt werden und auch ein möglicher Zeitrahmen war schnell gefunden: Unmittelbar nach Christian’s Studiumsabschluss, vor dem Start in das eigentliche „Berufsleben“.
Vater Henning und Sohn Christian werden sich während der Reise in der Rolle als Skipper abwechseln und ergänzen: auf den „open-sea-Strecken“ werden beide an Bord sein, Heidi, sowie Martin &
Claudia werden sich nach Lust und Laune und hoffentlich so oft wie möglich dazu gesellen.
Um auch die Jugend ans Ruder, und Ihre ganz eigenen Erfahrungen und Erlebnisse machen zu lassen, wird sich Henning zwischendurch aber auch mal ausklinken und Heidi zu Hause unterstützen.
Währenddessen wird Christian mit Freunden und Bekannten eine „Jungmannschaft“ bilden, für Segler-Nachwuchs will gesorgt sein!
Die Dauer der Reise wurde auf anderthalb Jahre begrenzt, schließlich sollte auch Christian irgendwann in das Berufsleben einsteigen, außerdem bringt die Reise natürlich auch nicht ganz unerhebliche Kosten mit sich…
In diesen anderthalb Jahren wollen wir natürlich so viel wie irgendwie möglich erleben, aber dennoch nicht „durch die Welt hetzen“ müssen. Wir entschieden uns daher für eine Route, die zwar teilweise sportliches Segeln erfordert, aber unserer Ansicht nach dennoch genügend Zeit lässt einen Eindruck vom jeweiligen Land und Leuten zu gewinnen.
Nachdem im Herbst 2007 für „den nötigen Untersatz“ gesorgt war und sich in der Grand Harbour Marina auf Malta ein vorläufiger Liegeplatz für die Saison 2008 auffinden ließ, stand schließlich auch der Startpunkt für den Törn fest: Malta!
Nun galt es für den vorgegeben Zeitraum eine möglichst große, aber noch angenehm zu bewältigende Tour zu finden, was im großen und ganzen auf die im folgenden dargestellte Strecke führte:
Von Malta geht es zunächst gen Osten, über Korfu und Lefkas durch den Kanal von Korinth nach Athen. Nachdem das Cap Suonion gerundet ist geht es nördwärts in die Sporadischen Inseln von wo aus es wieder östlich weitergeht, in die Türkei, nach Kusadasi. Von hier aus geht es südlich entlang der Türkischen Festlandküste bis nach Antalya, was der östlichste Wendepunkt unserer Reise ist. Von hier aus geht es wieder zurück, über Rhodos, Karpathos, und Kreta nach Malta. Auf dem Weg in den Westen wird Sardinien und anschließend die Balearen passiert, in Valencia erreichen wir schließlich wieder Festland. Über die Straße von Gibraltar geht es dann auf den Atlantik, wo zunächst Madeira angelaufen wird. Von den Canaren, genauer La Gomera werden wir schließlich über den Atlanik starten und auf Barbados das erste mal anlanden. Während unserer Zeit in der Karibik werden wir uns ausschließlich den Antillen widmen, von Grenada bis zu den Virign Islands. St. Marteen ist dann der geplante Startpunkt für die Atlantiküberquerung von Ost nach West. Über die Azoren geht es nach Portugal, weiter gen Norden nach Spanien, Frankreich und Englang. Durch den Englischen Kanal geht es dann über Helgoland schließlich in den Nord-Ostsee Kanal, vorbei an Hamburg und schließlich werden wir –sofern alles nach Plan verläuft- im Spätsommer 2010 in KIEL.SAILING CITY das große Finale unseres Überführungstörn feiern!